Wie Sexpuppen Geschlechterbilder und Medien prägen – ein queerer Blick
Lukas AlbrechtWie Sexpuppen Geschlechterbilder und Medien prägen – ein queerer Blick
Die Kulturwissenschaftlerin Susanne Regener wird im Rahmen des nächsten taz-Queer-Talks über die mediale Darstellung von Sexpuppen sprechen. Die von taz-Redakteur Jan Feddersen moderierte Veranstaltung beleuchtet die etwa einhundertjährige Geschichte dieser Objekte. Regener untersucht in ihrer Forschung zudem, wie Käufer:innen mit ihnen interagieren und welchen Einfluss sie auf Geschlechterdynamiken haben.
Regener, emeritierte Professorin der Universität Siegen, forscht zu visueller Kultur und marginalisierten Gruppen. Ihre aktuellen Arbeiten umfassen vielfältige Themen – von True Crime und weiblicher Bildsprache bis hin zu KI, Liebe und der Symbolik von Händen. Im Rahmen dieses Gesprächs widmet sie sich den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen rund um Sexpuppen.
In den letzten Jahrzehnten haben sich die Wahrnehmungen von Sexpuppen je nach Land stark unterschieden. Während sie in Nischencommunities wie der BDSM-Szene zunehmend normalisiert wurden, betonen Mainstream-Studien weiterhin ihre geringe ästhetische Anziehungskraft. Kommerziell bleiben sie zwar mit Objektifizierung verbunden, spielen aber nach wie vor keine dominierende Rolle auf dem Massenmarkt.
Die Veranstaltung ist Teil der taz-Talks-Reihe, die von Feddersen kuratiert wird und zu dessen Aufgaben auch die Leitung des taz-Labs gehört. Sie findet in Kooperation mit der Initiative Queer Nations e.V. statt und spiegelt deren Fokus auf queere Perspektiven und Kulturkritik wider.
In ihrem Vortrag zeichnet Regener die Entwicklung von Sexpuppen nach – vom Randphänomen bis zu ihrer heutigen Position in Medien und Handel. Die Diskussion thematisiert zudem ihre Rolle bei der Prägung von Geschlechterverhältnissen. Die Teilnehmer:innen können sowohl historische Entwicklungen als auch aktuelle Debatten erwarten.






