22 January 2026, 21:02

Weitkamp II in Oelde: Wie ein neues Wohngebiet technische Herausforderungen meistert

Eine Gruppe von Männern arbeitet an einem großen Rohr im Dreck, umgeben von Rohren, einem Eimer und anderen Gegenständen, mit einem Fahrzeug und einer Straße im Hintergrund.

Weitkamp II in Oelde: Wie ein neues Wohngebiet technische Herausforderungen meistert

In Oelde hat der Bau von Weitkamp II begonnen, einem neuen Wohngebiet auf einer Fläche von zehn Hektar. Das Projekt erweitert den bestehenden Stadtteil Weitkamp I um 109 Wohneinheiten. Die Arbeiten starteten im April 2024 und sollen bis Mitte 2025 abgeschlossen sein.

Die Baustelle stellt technische Herausforderungen dar: An einigen Stellen liegt der Grundwasserspiegel nur 80 Zentimeter unter der Oberfläche. Zudem müssen die nur 8,5 Meter breiten Straßen Platz für mehrere Versorgungsleitungen bieten.

Für die Entwässerung setzt das Projekt auf ein Trennsystem für Schmutz- und Regenwasser. Insgesamt werden 1.660 Meter blaue PVC-Rohre mit Durchmessern zwischen 315 und 630 Millimetern für das Regenwasser verlegt. Für das Schmutzwasser kommen 1.475 Meter braune PVC-Rohre mit 200 Millimetern Durchmesser zum Einsatz.

In einigen Abschnitten wird das Regenwasser mit einem Gefälle von nur zwei Promille abgeleitet, während die Schmutzwasserrohre ein steileres Gefälle von 3,5 bis vier Promille erfordern. Im nördlichen Bereich des Geländes werden die Straßen aufgrund des hohen Grundwasserstands auf Dämmen angelegt. An manchen Stellen ist nur eine minimale Erdüberdeckung möglich, was die Verlegung zusätzlich erschwert.

Nach Fertigstellung wird Weitkamp II eine Mischung aus Doppelhäusern, Reihenhäusern und Mehrfamilienhäusern umfassen. Die Infrastrukturarbeiten sollen bis Mitte 2025 abgeschlossen sein, um den Weg für den Wohnungsbau freizumachen.

Das Projekt erweitert den Wohnungsbestand in Oelde um 109 neue Einheiten. Für die Regen- und Schmutzwasserentsorgung wurden PVC-Rohre gewählt, die speziell auf die technischen Anforderungen des Geländes abgestimmt sind. Die Fertigstellung der Infrastrukturphase wird in den nächsten 18 Monaten erwartet.