Wegatech Greenergy schließt nach gescheiterter Investorensuche endgültig
Clara MeyerWegatech Greenergy schließt nach gescheiterter Investorensuche endgültig
Wegatech Greenergy GmbH stellt Betrieb ein – Investorensuche scheitert
Die Kölner Wegatech Greenergy GmbH, ein Spezialist für Wärmepumpen und Energiesysteme, wird nach gescheiterter Kapitalbeschaffung ihre Türen schließen. Das Unternehmen, das einst über 200 Mitarbeiter beschäftigte, hatte im Oktober 2022 Insolvenz angemeldet und wird nun den Großteil der verbleibenden Belegschaft bis Januar 2023 entlassen.
Gegründet 2010, hatte sich Wegatech zunächst auf die Installation von Wärmepumpen konzentriert, bevor es sein Angebot auf komplette Energielösungen ausweitete – darunter auch Photovoltaikanlagen. Über die Jahre hinweg realisierte das Unternehmen mehr als 4.000 Projekte. Doch finanzielle Schwierigkeiten führten im Herbst 2022 zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Als Verwalter wurde der Anwalt Jörg Gollnick von der Kanzlei HWD Rechtsanwälte bestellt.
Versuche, Investoren zu gewinnen, scheiterten an den hohen Sanierungskosten. Gollnick bestätigte später das Aus für den Betrieb und machte interne Probleme sowie die allgemeine Wirtschaftslage dafür verantwortlich. Die meisten Mitarbeiter verlieren ihren Job zum 1. Januar, während ein kleines Team bis April bleibt, um ausstehende Aufträge abzuschließen.
Betroffene Arbeitnehmer erhalten ab Jahresbeginn Arbeitslosengeld. Die vorübergehend weiterbeschäftigten Mitarbeiter werden über die Insolvenzgeldkasse entlohnt. Unklarheit herrscht noch über ausstehende Dezembergehälter, doch die Bundesagentur für Arbeit soll die Lücken schließen.
Mit der Schließung endet nach 13 Jahren die Tätigkeit von Wegatech im Bereich erneuerbarer Energien. Über 100 Beschäftigte verlassen das Unternehmen im Januar, nur eine Handvoll bleibt, um letzte Verträge abzuwickeln. Die Vermögenswerte des Unternehmens werden nun gemäß Insolvenzrecht liquidiert.






