WDR verlässt historischen Standort in Köln-Bocklemünd bis 2035
Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) bereitet sich darauf vor, seinen langjährigen Standort in Bocklemünd in Köln zu verlassen. Der Sender bestätigte, dass der Standort den finanziellen und betrieblichen Anforderungen nicht mehr gerecht werde. Ein eigens eingesetztes Projektteam soll nun Umzugsoptionen für die betroffenen Abteilungen prüfen.
Der Standort Bocklemünd war über die Jahre Schauplatz zahlreicher bekannter WDR-Produktionen. In den dortigen Studios entstanden Formate wie "Kölner Treff", "Quarks" und "Tiere suchen ein Zuhause". Zudem diente er als Produktionsstätte für die ehemalige ARD-Serie "Lindenstraße".
Die Entscheidung des WDR ist Teil eines umfassenderen Plans, die Aktivitäten im Kölner Zentrum zu bündeln. Der Umzug soll digitale und agile Produktionsmethoden fördern und gleichzeitig die Effizienz steigern. Sobald alle Einheiten umgezogen sind, beabsichtigt der Sender, das Gelände in Bocklemünd zu verkaufen.
Bisher wurden noch keine konkreten Alternativstandorte genannt. Das Projektteam wird in Absprache mit den Mitarbeitenden und dem Betriebsrat die Anforderungen prüfen und mögliche neue Standorte bewerten. Erste Abteilungen sollen voraussichtlich ab 2028 von neuen Standorten aus arbeiten, der gesamte Umzugsprozess soll bis 2035 abgeschlossen sein.
Der Auszug aus Bocklemünd markiert das Ende einer jahrzehntelangen Präsenz des WDR an diesem Standort. Der Fokus des Senders liegt nun auf der Modernisierung der Infrastruktur und der Zentralisierung der Abläufe. Die endgültigen Entscheidungen über neue Standorte und den Verkauf des Geländes hängen von den Ergebnissen des Projektteams ab.