28 December 2025, 14:58

Warnstreik legt Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn lahm – weitere Proteste drohen

Ein belebter Flughafen-Lobby mit wartenden Menschen, einige stehend und andere arbeitend, Richtungsschilder an der rechten Wand und darüber sowie von der Decke hängende Lampen.

Warnstreik legt Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn lahm – weitere Proteste drohen

Zwei große deutsche Flughäfen haben den Normalbetrieb wiederaufgenommen, nachdem ein 24-stündiger Warnstreik zu massiven Behinderungen geführt hatte. Beschäftigte an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn hatten die Arbeit niedergelegt – Teil der laufenden Tarifverhandlungen unter Führung der Gewerkschaften Verdi und Komba. Die Aktion führte zu Hunderten gestrichenen Flügen und sorgte dafür, dass Reisende selbst nach Wiederaufnahme des Betriebs mit Verspätungen kämpften.

Der Streik begann bereits in den frühen Morgenstunden des Montags. Die Arbeitnehmer fordern höhere Löhne für Beschäftigte im öffentlichen Dienst sowie für das Sicherheitspersonal in der Luftfahrt. Sowohl in Düsseldorf als auch in Köln/Bonn kam es zu erheblichen Flugausfällen, wodurch Passagiere gestrandet zurückblieben oder ihre Pläne umwerfen mussten. Die Arbeitsniederlegung endete zu unterschiedlichen Zeiten: In Düsseldorf wurde der reguläre Betrieb gegen 3:00 Uhr wieder aufgenommen, in Köln/Bonn kehrten die Mitarbeiter erst um 6:00 Uhr an ihre Arbeitsplätze zurück.

Trotz der Rückkehr zur Arbeit hielten sich an dem Kölner Flughafen noch Verzögerungen, da die Airlines mit der Abarbeitung des Rückstaus beschäftigt waren. Die für die Aktion verantwortlichen Gewerkschaften Verdi und Komba haben bereits weitere Proteste angekündigt. Für Anfang Januar 2026 planen sie abgestimmte Warnstreiks und Kundgebungen, die sich gegen Bund und Kommunen als Arbeitgeber richten – darunter auch das Flugsicherungspersonal. Verdi warnte vor möglichen Streiks bereits ab Januar, was den Auftakt der Tarifrunde 2026 markiert.

Der 24-stündige Warnstreik ist zwar vorbei, doch die Gefahr weiterer Arbeitskämpfe bleibt bestehen. Fluggesellschaften und Flughäfen werden weiterhin an den Flugplänen feilen, um die Nachwirkungen so gering wie möglich zu halten. Unterdessen bereiten sich die Gewerkschaften auf eine neue Protestwelle in den kommenden Wochen vor.