VoltaVia: Wie elektrische Baumaschinen Dieselgeräte von Baustellen verdrängen sollen
Henry KochVoltaVia: Wie elektrische Baumaschinen Dieselgeräte von Baustellen verdrängen sollen
Elektrische Baumaschinen für Baustellen: Das Projekt VoltaVia will Dieselgeräte ersetzen
Ein neues Vorhaben treibt die Einführung elektrischer Baumaschinen auf Baustellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz voran. Unter dem Namen VoltaVia soll der Ausstoß von Schadstoffen reduziert werden, indem dieselbetriebene Geräte durch sauberere Alternativen ersetzt werden. Die auf zwei Jahre angelegte Initiative ist eine Zusammenarbeit zwischen dem PEM-Team der RWTH Aachen und Zeppelin Rental.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung praxistauglicher Elektrifizierungskonzepte für den Baubereich. Bis März 2026 werden fünf große Bauprojekte – darunter Infrastrukturvorhaben in Deutschland und der Schweiz – diese Lösungen erproben. Erste Tests laufen bereits seit dem Projektstart im Jahr 2023.
Der Umstieg auf elektrische Baumaschinen bringt deutliche Vorteile mit sich: Auf einer 16 Kilometer langen Baustelle ließen sich so bis zu 960 Tonnen CO₂ im Vergleich zu Dieselgeräten einsparen. Zudem arbeiten Elektromaschinen leiser, benötigen weniger Wartung und sind einfacher zu bedienen.
Mittelfristig werden batteriebetriebene Maschinen den Markt dominieren. Viele elektrische Versionen gängiger Dieselgeräte sind bereits erhältlich oder in Entwicklung. Allerdings hemmen hohe Investitionskosten und eine noch unzureichende Ladeinfrastruktur die flächendeckende Einführung.
Für größere, leistungsstarke Maschinen könnten langfristig Wasserstofflösungen an Bedeutung gewinnen. Das VoltaVia-Team will skalierbare Konzepte vorstellen, die die Elektrifizierung von Baustellen zum Standard machen könnten.
Das Projekt läuft bis 2026, wobei bereits jetzt Praxisversuche stattfinden. Bei Erfolg könnten die Ergebnisse dazu beitragen, Emissionen und Betriebskosten in der Baubranche zu senken. Ob sich elektrische Baumaschinen durchsetzen, hängt jedoch davon ab, ob in den kommenden Jahren die Herausforderungen bei Kosten und Infrastruktur gemeistert werden.






