Vier deutsche Regionen kämpfen um die Austragung künftiger Olympischer Spiele
Henry KochVier deutsche Olympia-Kandidaten überwinden erste Hürde - Vier deutsche Regionen kämpfen um die Austragung künftiger Olympischer Spiele
Vier deutsche Regionen haben sich im Rennen um die Austragung künftiger Olympischer Spiele einen Schritt nach vorne gearbeitet. Die Städte Berlin, Hamburg, München sowie die Rhein-Ruhr-Region haben alle die erste nationale Bewerbungsphase erfolgreich durchlaufen. Ihre Konzepte wurden vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) geprüft, bevor sie in die nächste Runde kamen.
Der DOSB bewertete die Pläne der Bewerber in sechs zentralen Bereichen, die in acht Unterkategorien unterteilt waren. Die Bewertungen stellten sicher, dass die Entwürfe grundlegende betriebliche Anforderungen erfüllen – darunter Barrierefreiheit und Infrastruktur. Ein zentrales Kriterium war, dass über 90 Prozent der Wettkampfstätten innerhalb von 15 Gehminuten von öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein müssen.
Thomas Weikert, Präsident des DOSB, lobte die Qualität der eingereichten Unterlagen. Er hob die gründliche Vorbereitung und die innovativen Ansätze aller vier Bewerber hervor. Die Regionen haben nun bis Ende Mai 2025 Zeit, ihre Konzepte mit Unterstützung des DOSB weiter auszuarbeiten.
Deutschland hat sich noch nicht festgelegt, für welche Olympischen Spiele es sich international bewerben wird. Zur Diskussion stehen die Ausgaben 2036, 2040 oder 2044. Eine endgültige Entscheidung über den deutschen Kandidaten wird für diesen Herbst erwartet. Zudem könnte bis Juni 2026 ein Bürgerentscheid stattfinden, um die lokale Unterstützung zu ermitteln.
Die vier verbleibenden Bewerber werden ihre Konzepte in den kommenden Monaten weiterentwickeln. Die überarbeiteten Entwürfe entscheiden darüber, welche Region Deutschland im internationalen Auswahlverfahren vertritt. Zu den nächsten Schritten gehört auch die Einbindung der Öffentlichkeit, wobei ein möglicher Bürgerentscheid für Mitte 2026 geplant ist.






