Verfolgungsjagd an niederländischer Grenze endet mit Reizgas-Einsatz und Großeinsatz der Rettungskräfte
Clara MeyerVerfolgungsjagd an niederländischer Grenze endet mit Reizgas-Einsatz und Großeinsatz der Rettungskräfte
Verfolgungsjagd nahe niederländischer Grenze führt zu Gefahrguteinsatz
Eine rasante Verfolgungsjagd in der Nähe der niederländischen Grenze am Mittwochabend löste einen Gefahrguteinsatz mit Beteiligung mehrerer Rettungskräfte aus. Bundespolizisten und die niederländische Koninklijke Marechaussee nahmen die Verfolgung eines Fahrzeugs auf, dessen Insassen Gegenstände aus dem Wagen warfen – dabei kamen Beamte mit einem Reizgas in Kontakt. Der Vorfall erforderte einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Chemikalien-Spezialisten.
Die Jagd begann, als Behörden nahe der deutsch-niederländischen Grenze versuchten, das Fahrzeug anzuhalten. Während der Verfolgung warf die Insassen mehrere Kanister mit einer unbekannten Flüssigkeit auf die Straße. Einer der Behälter setzte eine Wolke des Reizgases frei, das über die Belüftung in die Polizeifahrzeuge gelangte. Die betroffenen Beamten klagten anschließend über Atemnot und anhaltenden Husten.
Einsatzkräfte trafen am Tatort in Mindergangelt ein, darunter Feuerwehrleute aus Gangelt und Schinveld, CBRN-Spezialisten aus Zuid-Limburg sowie Rettungssanitäter aus dem Kreis Heinsberg. Rund 70 Einsatzkräfte unter der Leitung des Stadtbrandinspektors Günter Paulzen sicherten das Gelände fast zwei Stunden lang ab. Die verletzten Beamten wurden isoliert, während Feuerwehrleute in Schutzkleidung die Lage bewerteten.
Spätere Untersuchungen bestätigten, dass das Reizgas für die Symptome der Beamten verantwortlich war. Die Flüssigkeit in den weggeworfenen Kanistern stellte sich als Benzin heraus – vermutlich sollte damit das flüchtende Fahrzeug während der Verfolgung betankt werden. Etwa zehn Personen wurden vor Ort medizinisch untersucht, bevor sie entlassen wurden.
Der Vorfall erforderte eine enge Abstimmung zwischen deutschen und niederländischen Polizeikräften, Feuerwehrleuten und Rettungsteams. Die Substanz konnte eingedämmt werden, schwere Verletzungen gab es nicht. Die Ermittlungen zu den Umständen der Verfolgungsjagd und den zurückgelassenen Materialien laufen weiterhin.






