ver.di ruft zu Streiks bei DHL und Post nach gescheiterten Tarifverhandlungen auf
Lukas Albrechtver.di ruft zu Streiks bei DHL und Post nach gescheiterten Tarifverhandlungen auf
Die Gewerkschaft ver.di hat zu Streiks bei der Deutschen Post DHL Group (DPAG) aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen ins Stocken geraten sind. Sie vertritt 160.000 Beschäftigte, die unter Tarifverträge fallen. Die Gewerkschaft betont, dass ihre Forderungen angemessen seien, da der Arbeitgeber in den Verhandlungen keine Zugeständnisse mache.
ver.di fordert eine Lohnerhöhung von 15 Prozent für alle 160.000 organisierten Mitarbeiter bei der DPAG. Der Großteil dieser Beschäftigten – etwa 140.000 – ist in die Entgeltgruppen 1 bis 3 eingestuft und verdient derzeit zwischen 2.108 und 3.090 Euro brutto im Monat.
Zusätzlich verlangt die Gewerkschaft 200 Euro monatlich extra für Auszubildende und dual Studierende. Darüber hinaus setzt sie sich dafür ein, die Postzulage für die 23.000 beamteten Postmitarbeiter im Unternehmen zu erhalten. ver.di hat eine Laufzeit von zwölf Monaten für einen neuen Tarifvertrag vorgeschlagen.
Thomas Großstück, Leiter des ver.di-Fachbereichs Postdienste in Nordrhein-Westfalen, begründete die Streiks als notwendig. Er erklärte, sie seien vollauf gerechtfertigt, da der Arbeitgeber in den Gesprächen keine substantiellen Angebote vorlege. Zu den Forderungen der Gewerkschaft gehören höhere Löhne, zusätzliche Unterstützung für Auszubildende und der Erhalt bestehender Zulagen. Sollte es in den Verhandlungen keine Fortschritte geben, sind weitere Arbeitsniederlegungen wahrscheinlich. Das Ergebnis wird Tausende Beschäftigte im gesamten Unternehmen betreffen.
