29 December 2025, 00:55

Vater und Sohn revolutionieren Energiesparen mit Abwasser-Wärme aus der Dusche

Eine Ziegelwand mit einer Dusche, einem Wasserhahn und einer Badewanne; ein Handtuch hängt an einem Haken an der linken Seite.

Vater und Sohn revolutionieren Energiesparen mit Abwasser-Wärme aus der Dusche

Ein Vater-Sohn-Duo aus Filderstadt geht das Problem der Energieverschwendung auf ungewöhnliche Weise an. Steffen Nittbaur, ein ehemaliger Mercedes-Benz-Ingenieur, und sein Sohn Valentin gründeten 2021 die Unocconi GmbH, um Wärme aus Abwasser von Duschen zurückzugewinnen. Ihr System zielt auf eine der effizientesten – aber oft übersehenen – Energiesparmethoden in deutschen Gebäuden ab.

Steffen Nittbaur arbeitete über 25 Jahre bei Mercedes-Benz, bevor er sich der Nachhaltigkeit zuwandte. Nach seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen erwarb er einen Master in Umweltwissenschaften. Sein Sohn Valentin verfügt über einen doppelten Abschluss in Betriebswirtschaftslehre und arbeitet mittlerweile in Vollzeit bei Unocconi.

Die von ihnen beworbene Technologie ist in anderen europäischen Ländern weit verbreitet, in Deutschland jedoch noch selten zu finden. Fachleute sind sich einig, dass die dezentrale Wärmerückgewinnung aus Duschabwasser den Energieverbrauch deutlich senken kann. Doch regulatorische Hürden bremsen hierzulande die Verbreitung aus.

Nittbaur ist überzeugt, dass steigende Energiekosten und strengere Vorschriften die Nachfrage nach solchen Lösungen vorantreiben werden. Zwar wurde keine konkrete deutsche Behörde als Blockade für die Zertifizierung genannt, doch bestehen weiterhin allgemeine regulatorische Hindernisse. Das Unternehmen will diese Barrieren überwinden, auch wenn noch keine konkreten Schritte dazu bekannt gegeben wurden.

Die Unocconi GmbH bietet nun ein System an, das Haushalten und Unternehmen in Deutschland helfen könnte, Energie zu sparen. Die Methode hat sich im Ausland bereits bewährt, stößt in Deutschland jedoch auf Widerstände. Angesichts weiter steigender Energiepreise könnte ihre Arbeit in den kommenden Jahren mehr Beachtung finden.