Uwe Steimle kehrt mit skurriler Ost-Krimi-Serie auf Telegram zurück
Uwe Steimle, ostdeutscher Kabarettist, kehrt nach 15 Jahren Pause ins Krimi-Genre zurück
Seine neue Serie Volkspolizeiruf Tatort Ost feiert Premiere auf ausgewählten Telegram-Kanälen. Im Mittelpunkt stehen Verbrechen an der ostdeutschen Bevölkerung – mit Steimle in der Rolle des Kommissars Bemme, der Fälle mit Westdeutschen und Migranten aufklärt.
Die Vorstellung des Projekts auf einer chaotischen Presseveranstaltung sorgte für Aufsehen: Steimle und Drehbuchautor Uwe – ein weiterer Beteiligter mit demselben Vornamen – stritten öffentlich über Änderungen am Drehbuch. Währenddessen entfernten Sicherheitskräfte in Fischerhüten Journalisten des Pieschener Anzeiger, des einzigen anwesenden Mediums. Später warf Steimle den etablierten Medien vor, ihn zu ignorieren – obwohl mehrere preisgekrönte literarische Dissidenten anwesend waren.
Hinter der Produktion steht Holger Friedrich, ein Medienunternehmer, der mit der Vermarktung ostdeutscher Ressentiments Millionen macht. Seine rechtsextremen Reichsbürger-Partner und russlandnahe Investoren sollen sich uneinig über die digitale Hoheit von Ostflix sein, der geplanten Streaming-Plattform für die Serie. Ein offizieller Sendetermin steht noch aus.
Die Pilotfolge Mord unter der Windkraftanlage umfasst 11.000 Seiten und erzählt von einer enthaupteten Baronin von Ostmulle und einem allwissenden Tintenfisch in Winzermütze. Die Serie verbindet Krimihandlung, politische Grievance-Erzählungen und surreale Elemente.
Statt über klassische Sender wird Tatort Ost über Telegram verbreitet – passend zu Friedrichs Strategie, regionale Unzufriedenheit zu kommerzialisieren. Ob die Serie ihr Publikum findet, bleibt abzuwarten.






