03 November 2025, 06:02

Thyssenkrupp Steel Europe verlängert Vertrag von CEO Jaroni trotz Restrukturierung und potenziellen Verkauf

Eine Frau mit Mütze steht vor einem Gebäude mit Fenstern.

Deutschlands größtes Stahlunternehmen hat erstmals eine Frau an der Spitze - Thyssenkrupp Steel Europe verlängert Vertrag von CEO Jaroni trotz Restrukturierung und potenziellen Verkauf

Thyssenkrupp Steel Europe steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Der mit rund 27.000 Beschäftigten größte deutsche Stahlproduzent setzt auf Kontinuität an der Spitze: Die Vertragslaufzeit von Marie Jaroni, der ersten Frau in der Position der Vorstandsvorsitzenden, wurde bis 2030 verlängert. Für ihre strategische Weitsicht und ihren konsensorientierten Führungsstil wird sie gelobt – besonders für ihre entscheidende Rolle bei der Neuausrichtung des Konzerns. Doch der Stahlriese kämpft mit globaler Wirtschaftsschwäche und niedrigen Preisen, verschärft durch billige Importe aus Asien. Um die langfristige Profitabilität wiederherzustellen, plant Thyssenkrupp Steel Europe, die Belegschaft bis 2030 auf etwa 16.000 Mitarbeiter zu reduzieren. Diese Maßnahme stößt bei den Arbeitnehmervertretern auf Zustimmung, die Jaronis Führung ausdrücklich würdigen. Personelle Veränderungen gab es jüngst im Personalvorstand: Dirk Schulte schied aus persönlichen Gründen aus dem Unternehmen aus. Seine Nachfolge tritt Wilfried von Rath an. Parallel laufen Verhandlungen mit dem indischen Stahlgiganten Jindal Steel, der Interesse an einer Übernahme des Duisburger Stahlproduzenten signalisiert hat. Die Belegschaft steht dem möglichen Verkauf laut Berichten positiv gegenüber. Die verlängerte Amtszeit Jaronis unterstreicht das Vertrauen in ihre Fähigkeit, Thyssenkrupp Steel Europe durch diese turbulenten Zeiten zu steuern. Die mögliche Übernahme durch Jindal Steel in Kombination mit Jaronis strategischer Ausrichtung könnte dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern den Weg in eine nachhaltige Zukunft ebnen.