Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren gegen Dividende und fordern Sozialtarifvertrag
Jonas MayerThyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Dividendenverzicht - Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren gegen Dividende und fordern Sozialtarifvertrag
Arbeiter von Thyssenkrupp und dem Jobcenter HKM haben vor der Hauptversammlung des Konzerns Proteste organisiert. Die Beschäftigten fordern eine fairere Behandlung, darunter einen Sozialtarifvertrag zum Schutz der Arbeitsplätze. Zudem lehnen sie die geplante Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 93 Millionen Euro an die Aktionäre ab.
Bei den Kundgebungen schlossen sich Mitarbeiter beider Unternehmen zusammen und kritisierten die Finanzentscheidungen der Konzernführung. HKM, ein Joint Venture in der Stahlproduktion, steht vor einer ungewissen Zukunft – seine Belegschaft pocht daher auf einen Sozialvertrag, der für verantwortungsvolle Stellenabbau sorgt. Gleichzeitig riefen Thyssenkrupp-Beschäftigte die Aktionäre auf, einen vorgeschlagenen Dividendenvorschlag von 15 Cent pro Aktie abzulehnen.
Die Gewerkschaft IG Metall unterstützte die Proteste und warf Thyssenkrupp vor, Gewinne über die Belegschaft zu stellen. Die Arbeiter argumentieren, dass die 93 Millionen Euro stattdessen in die Arbeitsplatzsicherheit und Investitionen in das Unternehmen fließen sollten. Bisher gibt es keine offizielle Bestätigung über die genauen Inhalte eines Sozialvertrags zwischen Thyssenkrupp und HKM.
Die Demonstrationen zeigen die Spannungen zwischen der Finanzstrategie von Thyssenkrupp und den Sorgen der Belegschaft um ihre Arbeitsplätze. Die Beschäftigten setzen sich weiterhin für einen Sozialtarifvertrag ein, um ihre Zukunft abzusichern. Auf der anstehenden Hauptversammlung wird entschieden, ob der Dividendenvorschlag umgesetzt wird.