Tausende protestieren in Köln und Münster gegen Merz’ umstrittene Politik
Henry KochRund 2.400 Menschen protestieren in NRW: 'Merz muss weg' - Tausende protestieren in Köln und Münster gegen Merz’ umstrittene Politik
Rund 2.400 Menschen versammelten sich in Köln und Münster, um gegen jüngste Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur städtischen Landschaft in Deutschland zu protestieren. Die Demonstrant:innen trugen Schilder mit Parolen wie "Weniger Merz im Stadtbild" oder "Nicht mein Kanzler" und brachten so ihre scharfe Ablehnung seiner Politik zum Ausdruck. Trotz starkem Regen und böigen Winden verliefen die Kundgebungen durchgehend friedlich.
In Köln erhielt der Protest Unterstützung von Gruppen wie Fridays for Future und Zusammen gegen Rechts. Die Organisator:innen warfen Merz vor, unter dem Vorwand der Sicherheit von Frauen ausgrenzende Politiken voranzutreiben. Plakate auf der Veranstaltung unterstrichen diese Kritik und richteten sich gezielt gegen die Migrationspolitik des Kanzlers.
In Münster führte das Bündnis "Keinen Meter den Nazis" die Demonstration an, an der sich etwa 1.400 Menschen beteiligten. Hier waren Spruchbänder mit Parolen wie "Schmerzgrenze von allen Töchtern bestätigt" oder "Ene, mene, Merz muss weg" zu sehen. Carsten Peters, Stadtrat der Grünen und Sprecher des Bündnisses, verurteilte Merz’ Äußerungen in einem Instagram-Post als "diskriminierend, herabwürdigend und rassistisch". Merz hatte zuvor erklärt, die Regierung arbeite an der Aufarbeitung vergangener Fehler in der Migrationspolitik. Er betonte dabei Pläne, Migrant:innen ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus, ohne Arbeit oder mit Verstößen gegen deutsche Gesetze abzuschieben. Unterdessen bezeichnete David Sperling, Geschäftsführer des CDU-Kreisverbands Münster, den Aufruf zur Demonstration als "verleumderisch und eine klare Grenzüberscheidung".
Die Proteste in beiden Städten endeten trotz des unwirtlichen Wetters ohne Zwischenfälle. Die Kundgebungen zeigten die wachsende öffentliche Ablehnung von Merz’ Politik in den Bereichen Migration und Stadtentwicklung. Durch Parolen, Reden und abgestimmte Aktionen machten Organisator:innen und Teilnehmer:innen ihren Widerstand unmissverständlich deutlich.