Tarifstreit im Dortmunder Nahverkehr eskaliert – Schlichtung soll Lösung bringen
Lukas AlbrechtTarifstreit im Dortmunder Nahverkehr eskaliert – Schlichtung soll Lösung bringen
Tarifverhandlungen für rund 30.000 Beschäftigte im Öffentlichen Nahverkehr Dortmund gescheitert
Die Lohnverhandlungen für etwa 30.000 Mitarbeiter:innen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Dortmund sind am 16. April 2024 gescheitert. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Kommunale Arbeitgebervereinigung Nordwestdeutschland (KAV NW) konnten sich nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen. Streitpunkt war vor allem die Frage der Entlastungstage für die Belegschaft.
Die Gewerkschaft forderte, dass alle Beschäftigtengruppen ohne Ausnahme Anspruch auf Entlastungstage erhalten. Uneinigkeit herrschte zwischen Arbeitgebern und ver.di darüber, wie diese Tage auf die verschiedenen Tätigkeitsbereiche verteilt werden sollen. Trotz langer Verhandlungen wurde bis zum Ablauf der Frist kein Kompromiss gefunden.
Um weitere Beeinträchtigungen zu vermeiden, haben sich beide Seiten nun auf eine Schlichtung verständigt. Geplante Streikmaßnahmen werden daher ab Mittwoch ausgesetzt. Die Aussetzung folgt auf die Zustimmung der Gewerkschaft zum Vorschlag der Arbeitgeber, formelle Schlichtungsgespräche aufzunehmen.
Das Scheitern der Verhandlungen bedeutet, dass die Beschäftigten im Dortmunder Nahverkehr vorerst ohne neuen Tarifvertrag bleiben. Die anstehende Schlichtung wird zeigen, ob eine Einigung bei den Entlastungstagen und anderen strittigen Punkten möglich ist. Bis dahin wird der Betrieb ohne streikbedingte Einschränkungen aufrechterhalten.






