10 February 2026, 20:13

Streit um Spielerberater: Sammer will sie abschaffen – Wittmann kontert scharf

Ein Vintage-Plakat mit zwei Rugby-Union-Fussballern, mit Text, der ihre Einberufung ankündigt und über 90% der britischen Athleten, die eingezogen sind.

Streit um Spielerberater: Sammer will sie abschaffen – Wittmann kontert scharf

Eine hitzige Debatte über die Rolle von Spielerberatern im Fußball ist entbrannt. Matthias Sammer, Berater von Borussia Dortmund, hat sich für ihre vollständige Abschaffung ausgesprochen. Sein Vorstoß stößt bei Roger Wittmann, Mitgründer der Agentur Rogon, auf scharfe Kritik.

Sammer argumentiert, dass Berater zu viel Geld kosten, keinen echten Nutzen bringen und das Verhältnis zwischen Spielern und Vereinen belasten. Ihr Wegfall würde dem Sport seiner Meinung nach zugutekommen, indem unnötige Ausgaben eingespart und Konflikte reduziert würden.

Wittmann widersprach vehement. Er bezeichnete Sammers Kritik an den Verdiensten der Berater als "Unsinn" und verwies darauf, dass deren Honorare vom Markt bestimmt werden. Seiner Ansicht nach schützen Berater die Spieler sogar vor unfairem Verhalten der Vereine – etwa vor Drohungen, sie aus dem Kader zu streichen, falls sie einen Transfer ablehnen.

Die Auseinandersetzung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Wittmann selbst in der Kritik steht. Kürzlich wurde ihm der Zutritt zum Stadion und zu den Einrichtungen von TSG Hoffenheim verwehrt – ein Beschluss, gegen den er gerichtlich vorgeht. Trotzdem bleibt er ein lautstarker Verteidiger der Rolle von Beratern im Fußball.

Der Streit offenbart tiefe Gräben in der Frage, wie Transfers von Spielern geregelt werden sollten. Sammers Vorschlag würde die Macht zugunsten der Vereine verschieben, während Wittmann darauf besteht, dass Berater für eine faire Behandlung unverzichtbar sind. Die Debatte dürfte anhalten, da beide Seiten unbeirrt an ihren Positionen festhalten.