Streit um Schutz des Wupper-Wehrs: CDU und SPD uneinig über Maßnahmen in Wipperkotten
Clara MeyerStreit um Schutz des Wupper-Wehrs: CDU und SPD uneinig über Maßnahmen in Wipperkotten
Zwischen CDU und SPD ist ein Streit über den Schutz des historischen Wupper-Wehrs in Wipperkotten entbrannt. Beide Parteien sind sich zwar einig, dass der Standort und seine Umgebung geschützt werden müssen, doch über die richtige Vorgehensweise herrscht tiefe Uneinigkeit.
Die SPD hat einen Antrag eingebracht, der schärfere Maßnahmen gegen Beschädigungen des Wehrs fordert. Die CDU kritisiert diesen Vorschlag jedoch als überzogen und unpraktikabel. Nina Wacker, Sprecherin der CDU, argumentiert, der Antrag mangele es an Verhältnismäßigkeit und einem Sinn für das richtige Maß.
Die CDU hält den Ansatz der SPD für übertrieben. Die Idee, eine Bereitschaftspolizei in Wipperkotten zu stationieren, wurde als realitätsfremd zurückgewiesen. Stattdessen setzt die Partei auf verstärkte Streifen und Aufklärungskampagnen, um das Wehr zu schützen.
Laut CDU wären direkter Austausch mit Besuchern und eine bessere Öffentlichkeitsarbeit wirksamer. Extremmaßnahmen – „mit dem Vorschlaghammer auf eine Nuss“ – würden das Problem nicht lösen, betont die Partei. Der SPD-Antrag in seiner aktuellen Form werde daher abgelehnt.
Gleichzeitig zeigt sich die CDU kompromissbereit und sucht nach einer realistischen Lösung. Ziel bleibe es, das Wupper-Wehr zu schützen, ohne dabei die Verhältnismäßigkeit aus den Augen zu verlieren. Beide Parteien eint nach wie vor das gemeinsame Anliegen, die historische Stätte und ihre natürliche Umgebung zu bewahren.






