Streit um Fronhof-Umbau: SG Zukunft bremst Stuttgarts Innenstadt-Pläne aus
Lukas AlbrechtStreit um Fronhof-Umbau: SG Zukunft bremst Stuttgarts Innenstadt-Pläne aus
Pläne zur schnellen Neugestaltung des Fronhofs in Stuttgart stoßen auf Kritik der Wählervereinigung SG Zukunft
Die Wählergruppe SG Zukunft unterstützt zwar dringend notwendige Sanierungsarbeiten, lehnt weitere Veränderungen am Fronhof jedoch ab, bis ein umfassendes Masterplan-Konzept für die Stuttgarter Innenstadt vorliegt. Ihre Bedenken gelten vor allem den Kosten und der langfristigen Wirksamkeit ohne klare strategische Ausrichtung.
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat hatte kürzlich eine zügige Umgestaltung des Fronhofs vorgeschlagen. SG Zukunft wirft dem Vorhaben jedoch vor, es fehle an einer fundierten strategischen Grundlage. Nach Ansicht der Vereinigung könnten Einzelmaßnahmen ohne übergeordnete Vision auf Dauer ineffizient und verschwendend sein.
Grundsätzlich befürwortet SG Zukunft notwendige bauliche Instandsetzungen, etwa die längst überfälligen Reparaturen am Fronhof. Gleichzeitig besteht die Gruppe darauf, dass keine weiteren gestalterischen Eingriffe erfolgen sollten, bis ein abgestimmter und transparenter Masterplan für die gesamte Innenstadt erarbeitet ist. Zudem will man abwarten, bis der neue Innenstadtstab unter Leitung von Hans Müller seine Arbeit aufnimmt und ein ganzheitliches Revitalisierungskonzept entwickelt.
In einem im Dezember 2025 veröffentlichten Bericht betont die Vereinigung die Notwendigkeit eines strukturierten Vorgehens. Ohne ein solches drohten Investitionen in die Innenstadt unkoordiniert zu bleiben und keine nachhaltigen Effekte zu erzielen, warnt SG Zukunft.
Streitpunkt: Zeitplan und Planung Die Haltung von SG Zukunft könnte bedeuten, dass die Neugestaltung des Fronhofs nun von der künftigen Strategie des Innenstadtstabs abhängt, die bis 2030 vorliegen soll. Bis dahin dürften voraussichtlich nur dringende Sanierungsarbeiten umgesetzt werden.