05 January 2026, 06:47

Steinmeiers Weg vom Bauernsohn zum Bundespräsidenten: Ein Leben für Politik und soziales Engagement

Ein Blatt Papier mit etwas darauf geschrieben.

Vom Kicken 'Prickel' zum Bundespräsidenten - Steinmeiers Weg vom Bauernsohn zum Bundespräsidenten: Ein Leben für Politik und soziales Engagement

Frank-Walter Steinmeier, der amtierende deutsche Bundespräsident, wird am 5. Januar 2026 seinen 70. Geburtstag feiern. Mit noch etwas mehr als einem Jahr in seiner Amtszeit blickt er auf eine Karriere zurück, die Jura, Politik und ein langjähriges Engagement für soziale Belange umfasst. Sein Weg führte ihn von einer kleinen Bauernfamilie bis ins höchste Staatsamt des Landes.

Geboren wurde Steinmeier in Detmold, aufgewachsen ist er in Brakelsiek, einem Dorf im Kreis Lippe. Seine Familie arbeitete als Kleinbauern und Ziegelbrenner. Als junger Mann spielte er Fußball beim TuS 08 Brakelsiek und machte sich als hart, aber fairer Verteidiger einen Namen – mit dem Spitznamen 'Prickel'.

Nach der Schule studierte er intensiv Jura und bestand beide Staatsexamen. 1991 promovierte er an der Justus-Liebig-Universität Gießen mit einer Arbeit zum Thema Obdachlosigkeit, betitelt 'Tradition und Perspektiven staatlicher Eingriffe zur Prävention und Beseitigung von Obdachlosigkeit'. Sein Interesse an diesem Thema ist bis heute ungebrochen: Noch immer serviert er jedes Weihnachten in Berlin Obdachlosen Kartoffelsuppe mit Würstchen. Seine politische Laufbahn begann 1993, als Gerhard Schröder ihn in sein Team holte. Steinmeier wurde später zweimal Außenminister – zunächst unter Schröder (2005–2009) und dann unter Angela Merkel (2013–2017). Seine Russlandpolitik in diesen Jahren sorgte für Spannungen mit den osteuropäischen NATO-Partnern und den USA.

2017 verließ er das Auswärtige Amt und wurde zum Bundespräsidenten gewählt. Seither verbindet er repräsentative Pflichten mit sozialem Engagement.

Steinmeiers Amtszeit endet Anfang 2027, kurz nach seinem 70. Geburtstag. Seine juristische Ausbildung, seine politische Erfahrung und sein persönliches Engagement – etwa gegen Obdachlosigkeit – haben seine öffentliche Rolle geprägt. Die kommenden Monate markieren den letzten Abschnitt einer Karriere, die in einem ländlichen Dorf begann und bis ins Bundespräsidialamt führte.