17 June 2026, 16:37

SPD-Politiker kämpft gegen höhere Altersgrenze für Feuerwehrleute in NRW

Ingo Schäfer (SPD): Erhöhung des Alterslimits für Feuerwehrleute in NRW ist der falsche Weg

SPD-Politiker kämpft gegen höhere Altersgrenze für Feuerwehrleute in NRW

Ingo Schäfer, SPD-Abgeordneter, hat sich in einem Schreiben an die Spitzenpolitiker Nordrhein-Westfalens gegen Pläne gewandt, das Renteneintrittsalter für Feuerwehrleute anzuheben. Die Landesregierung will die Altersgrenze von 60 auf 61 Jahre erhöhen – Schäfer besteht jedoch darauf, die bestehende Regelung beizubehalten.

Am Donnerstag richtete der Politiker einen Brief an Ministerpräsident Hendrik Wüst, die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur sowie Innenminister Herbert Reul. Darin argumentierte er, dass Feuerwehrkräfte in NRW bereits extrem belastet seien – besonders während der Pandemie, da sie zusätzlich Notfalldienste im Rettungswesen leisteten.

Schäfer forderte die Verantwortlichen auf, sich vor Ort in Städten wie Remscheid, Solingen oder Wuppertal ein Bild von den Herausforderungen zu machen. Zudem riet er ihnen, unbesetzte Stellen und Überstundenstatistiken zu prüfen, um den Personalmangel zu verdeutlichen. Die meisten Feuerwehrleute hätten bereits 35 Dienstjahre erreicht, wenn sie 60 werden.

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Zur Untermauerung seiner Position verwies Schäfer auf andere Bundesländer: Baden-Württemberg hatte das Renteneintrittsalter für Feuerwehrleute erst kürzlich wieder auf 60 Jahre gesenkt. Rheinland-Pfalz reduzierte die Altersgrenze für nicht-einsatzbereites Personal und Leitstellenmitarbeiter von 67 auf 63 Jahre, während sie für aktive Einsatzkräfte bei 60 blieb.

Die Debatte um die Anhebung auf 61 Jahre läuft noch. Schäfers Schreiben betont die körperlichen und operativen Belastungen der Feuerwehrleute und stützt sich auf Beispiele aus anderen Regionen, um die Forderung nach Beibehaltung der bisherigen Regelung zu untermauern.

Quelle