SPD Meerbusch fordert modularen Wohnraum und mehr Transparenz von der Stadt
Jonas MayerSPD Meerbusch fordert modularen Wohnraum und mehr Transparenz von der Stadt
Die Meerbuscher SPD hat der Stadtverwaltung eine Reihe von Forderungen vorgelegt, die sich auf Wohnraum, Bildung und Transparenz konzentrieren. Die politische Partei wirft CDU und FDP vor, einen deutlichen Anstieg der Grundsteuer beschlossen zu haben, während tiefgreifende strukturelle Probleme ignoriert würden.
Zu den Vorschlägen gehören modularer Wohnraum für Geflüchtete in Sachsen-Anhalt, die Einrichtung eines Jugendrats sowie Kürzungen bei bestimmten Projekten, um Mittel für andere Prioritäten freizumachen.
Die dringendste Forderung der SPD ist ein detaillierter Aktionsplan innerhalb von drei Monaten. Dieser soll den Bau modularer Wohneinheiten für Geflüchtetenfamilien auf städtischem Grund vorsehen. Zudem wird eine Übergangslösung für Schulen gefordert, die mit steigenden Schülerzahlen und dringenden Sanierungen kämpfen.
Um diese Vorhaben zu finanzieren, schlägt die Partei vor, Gelder aus dem Magazin Standort Meerbusch umzuschichten – etwa für die Modernisierung des Fährterminals Langst. Ein weiterer Vorschlag sieht vor, die geplanten 800.000 Euro für den Bildungscampus vorerst zurückzuhalten, bis bestimmte Auflagen erfüllt sind. Auch der Kauf eines Kirchengebäudes in Strümp soll nach ihren Plänen gestrichen werden.
Transparenz bleibt ein zentrales Anliegen: Die SPD pocht auf die Fortführung von Live-Übertragungen und Aufzeichnungen der Ratssitzungen, um Bürger:innen besser zu informieren und in lokale Entscheidungen einzubinden. Für junge Menschen fordert die Partei einen kommunalen Jugendrat, der ihnen direkte Mitsprache ermöglicht. Zudem unterstützt sie Pläne für ein Azubi-Wohnheim, um Fachkräfte für die Region zu sichern.
Im Verkehrsbereich schlägt die SPD den Ausbau innerstädtischer Fahrradschnellwege zu einem Meerbusch-Stern-Netz vor, um Sicherheit und Vernetzung in der Stadt zu verbessern.
Kritik übt die Partei an Bürgermeisterin oder Bürgermeister: Fraktionschefin Nicole Niederdellmann-Siemes wirft der Stadtspitze vor, keine klare Vision für die Zukunft Meerbuschs zu haben.
Die SPD-Forderungen umfassen Wohnraum, Bildung und Bürgerbeteiligung. Würden sie umgesetzt, käme es zu Mittelumschichtungen, mehr Transparenz und einer stärkeren Einbindung junger Menschen in politische Entscheidungen. Die Stadtverwaltung muss nun innerhalb der gesetzten Fristen auf die Anliegen reagieren.