Solinger Kirche plant radikale Reduzierung ihrer Standorte bis 2037
Jonas MayerSolinger Kirche plant radikale Reduzierung ihrer Standorte bis 2037
Die evangelische Kirche in Solingen überprüft im Rahmen eines langfristigen Plans die Zukunft ihrer Immobilien. Mit 13 aktiven Kirchen und 9 Gemeindezentren warnen Verantwortliche, dass es künftig nicht mehr möglich sein werde, alle Standorte offen zu halten. Bei einer öffentlichen Versammlung am 11. Februar 2026 sollen Vorschläge vorgestellt werden, wie der kircheneigene Raum bis 2037 um die Hälfte reduziert werden kann.
Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des ehemaligen Stadtdirektors Hartmut Hoferichter wurde im November 2025 damit beauftragt, erste Empfehlungen auszuarbeiten. Ihre bis Februar 2026 erwarteten Vorschläge konzentrieren sich darauf, welche Standorte unverzichtbar bleiben und welche geschlossen oder umgenutzt werden könnten. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen praktische Aspekte – etwa die bestehende Infrastruktur und der strategische Nutzen –, nicht jedoch sofortige finanzielle Details.
Die Öffentlichkeit ist zu einem Informationsabend in den Bürgersaal der Stadtkirche Mitte, Kirchplatz 14, eingeladen, der um 19:00 Uhr beginnt. Interessierte können sich über die Pläne informieren, Fragen stellen und eigene Ideen einbringen. Konkrete Schließungsentscheidungen wurden zwar noch nicht bekannt gegeben, doch das Ziel besteht darin, zu klären, welche Gebäude über 2035 hinaus in kirchlicher Nutzung bleiben sollen.
Finanzielle Bewertungen folgen zu einem späteren Zeitpunkt, wobei die aktuellen Einschätzungen noch Änderungen unterliegen können. Der Prozess begann zwar bereits im Juni 2025, doch steht bis Februar 2026 noch keine offizielle Liste der betroffenen Standorte fest.
Die Versammlung markiert einen wichtigen Schritt bei der Neuausrichtung des kirchlichen Immobilienbestands in den kommenden zehn Jahren. Die in den nächsten Jahren getroffenen Entscheidungen werden darüber bestimmen, welche Gebäude weiter betrieben werden und welche vor der Schließung oder einer neuen Nutzung stehen. Mit Fortschreiten der Planung sind weitere Updates zu erwarten.