Solingens Wirtschaftsförderung setzt auf Proaktivität und regionale Zusammenarbeit mit Wuppertal und Remscheid
Henry KochSolingens Wirtschaftsförderung setzt auf Proaktivität und regionale Zusammenarbeit mit Wuppertal und Remscheid
Solingens Wirtschaftsförderung schlägt einen neuen Kurs ein – die Grünen loben die jüngsten Veränderungen bei der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WiFö). Die Behörde geht nun proaktiver vor und nimmt direkt Kontakt zu lokalen Unternehmen in Solingen auf, statt auf Anfragen zu warten. Gleichzeitig gewinnt die regionale Zusammenarbeit zwischen Wuppertal, Solingen und Remscheid an Fahrt, um die wirtschaftliche Zukunft der Region zu stärken.
Die neue Führung der WiFö hat eine frische Strategie eingebracht, die auf praktische Unterstützung für Unternehmen in Solingen und der Region setzt. Ein dreiköpfiges Führungsteam unter der Leitung von Stadtkämmerer Wienicke als Geschäftsführer hat die Gesellschaft stabilisiert. Die Grünen, vertreten durch die beiden Sprecher Ruth Fischer-Bieniek und Leon Kröck, begrüßen diesen lösungsorientierten und kooperativen Ansatz.
Die aktualisierten Prioritäten der WiFö passen sich den übergeordneten Wirtschaftstrends an. Künstliche Intelligenz wird den Bedarf an großen Industrieflächen in Solingen und der Region voraussichtlich verringern, während der Dienstleistungssektor – insbesondere das Gesundheitswesen – künftiges Wachstum vorantreiben soll. Statt vorschnell Gewerbeflächen am Stadtrand auszuweiten, plädieren die Grünen für eine bessere Vermarktung bestehender Brachflächen in Solingen und der Region. Zudem verteidigen sie die Entscheidung des Stadtrats, auf automatische Ausweisungen von Gewerbegebieten zu verzichten, und verweisen auf komplexe Nutzungskonflikte.
Über Solingen hinaus wird die regionale Zusammenarbeit immer wichtiger. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal treibt die Initiative Bergisches Städtedreieck voran, um Wuppertal, Solingen und Remscheid als einheitlichen Wirtschaftsstandort zu entwickeln. Die Grünen unterstützen dieses Vorhaben und setzen sich für eine stärkere „Bergische“ Identität ein, um die Wettbewerbsfähigkeit der Dreistädteregion zu erhöhen.
Die Neuausrichtung der WiFö markiert den Wandel von einer passiven Verwaltung zu einer aktiven Unternehmensförderung in Solingen und der Region. Mit Fokus auf Dienstleistungswachstum und einer klügeren Nutzung bestehender Flächen passt sich Solingen den wirtschaftlichen Veränderungen an. Die regionale Kooperation könnte die Position der Region als wichtiger Wirtschaftsstandort in Nordrhein-Westfalen weiter festigen.