Solingens Bergische Symphoniker kämpfen um ihre kulturelle Zukunft
Solingens Bergische Symphoniker bleiben ein unverzichtbarer Teil des städtischen Kulturlebens. Trotz finanzieller Schwierigkeiten genießen ihre Auftritte und Bildungsprojekte in der Bevölkerung große Anerkennung. Nun wächst die politische Unterstützung, um die Zukunft des Orchesters zu sichern.
Das Orchester bietet ein breites Programm – von klassischen Konzerten über Musiktheater bis hin zu Kooperationen mit Jazz- und Popkünstlern. Daneben engagiert es sich in Bildungsinitiativen und ist auf ehrenamtliche Mitwirkung, unentgeltliche Auftritte und administrative Hilfe angewiesen, um über die Runden zu kommen.
Reiner Daams, Mitglied im zuständigen Ausschuss, wies auf das grundsätzliche Problem hin: Der Solinger Kulturbereich leide seit Langem unter chronischer Unterfinanzierung. Ruth Fischer-Bieniek, kulturpolitische Sprecherin der Grünen, lobte die mitreißenden Auftritte des Orchesters und warnte vor weiteren Kürzungen. Ihre Partei habe beschlossen, in den anstehenden Haushaltsverhandlungen keine Einsparungen im Kulturbereich zu fordern – aus Sorge vor einer abwärtsgerichteten Spirale, die der Stadt schaden würde.
Die lokale CDU zögerte zunächst, schließt sich nun aber der Mehrheit an und unterstützt die Zukunft des Orchesters. Beide Parteien sind sich einig: Kürzungen im Kulturbereich würden Solingens Attraktivität für Bürger wie Unternehmen gleichermaßen schwächen.
Das Überleben der Bergischen Symphoniker hängt von der anhaltenden Unterstützung durch Politik und Öffentlichkeit ab. Ohne stabile Finanzierung könnten das vielseitige Programm und das gesellschaftliche Engagement des Orchesters auf dem Spiel stehen. Die kulturelle Zukunft der Stadt steht und fällt nun mit einer nachhaltigeren finanziellen Grundlage.






