Solingen sucht Betreiber für den Alten Hauptbahnhof im Südpark
Die Stadt Solingen unternimmt Schritte, um die Zukunft des Alten Hauptbahnhofs im Südpark langfristig zu sichern. Dazu hat sie ein Vermarktungsverfahren eingeleitet, um einen geeigneten Betreiber für das historische Gebäudeensemble zu finden. Ziel ist es, den Standort als öffentliche Begegnungsstätte zu erhalten und gleichzeitig zu einem lebendigen Veranstaltungs- und Gemeinschaftsort weiterzuentwickeln.
Im Mittelpunkt des Vorhabens steht das Anwesen Bahnhofstraße 15, 17 und 19. Die Stadt möchte daraus einen pulsierenden Treffpunkt für Veranstaltungen und kulturelle Aktivitäten machen. Federführend ist das städtische Liegenschaftsamt, das dabei von Stadtplanern und einem externen Berater unterstützt wird.
Interessierte Investoren müssen strenge Auflagen erfüllen: Dazu gehören der Erhalt des Gebäudeensembles, die Gewährleistung des öffentlichen Zugangs sowie die Schaffung eines wirtschaftlich tragfähigen und architektonisch einzigartigen Raums. Zudem müssen sie den bestehenden Mietvertrag mit der Bergischen Universität für das Forum Product Design übernehmen und verlängern. Darüber hinaus ist ein neues gastronomisches Konzept vorgesehen.
Bevorzugt wird die Übertragung des Eigentums an eine gemeinnützige Organisation oder Stiftung. Für den Betrieb selbst setzt die Stadt jedoch auf einen privaten Betreiber, da die Durchführung von Veranstaltungen nicht zu den kommunalen Kernaufgaben zählt. Parallel prüft die Verwaltung, ob bereits im kommenden Sommer erste Veranstaltungen im alten Bahnhof stattfinden könnten – abhängig vom Fortschritt des Verfahrens und äußeren Rahmenbedingungen.
Der vollständige Vorschlag liegt zur öffentlichen Einsichtnahme vor. Er ist im Informationssystem des Stadtrats unter der Dokumentennummer 3797/2023 auf solingen.de abrufbar.
Die Prioritäten der Stadt bleiben klar: Bildung, Schulen und Kitas stehen an erster Stelle. Mit der Sicherung des Alten Hauptbahnhofs will Solingen kulturelle Entwicklung und zentrale Investitionen in Einklang bringen. Das Verfahren soll zeigen, wie der historische Ort der Gemeinschaft langfristig am besten dienen kann.






