07 February 2026, 07:09

Solingen startet Kreislaufwirtschaft-Projekt für nachhaltigere Kliniken bis 2028

Ein grüner Dreieck mit weißem Hintergrund und einem grünen Recycling-Symbol in der Mitte.

Solingen startet Kreislaufwirtschaft-Projekt für nachhaltigere Kliniken bis 2028

Solingen hat ein neues Nachhaltigkeitsprojekt mit dem Namen Circular.Care.Solingen gestartet, um Abfall und Emissionen im Gesundheitssektor der Stadt zu reduzieren. An der Initiative beteiligen sich die Stadtverwaltung, das Städtische Klinikum Solingen sowie das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie. Finanziert wird das Vorhaben von der EU und dem Umweltministerium von Nordrhein-Westfalen, wobei jeder Partner 10 % der Kosten übernimmt.

Offiziell angelaufen ist das Projekt im November 2025; es soll bis Oktober 2028 laufen. In der ersten Phase liegt der Fokus auf dem Städtischen Klinikum Solingen, das jährlich rund 1.000 Tonnen Abfall produziert. Zunächst geht es um Verbesserungen im Abfallmanagement und die Einführung nachhaltiger Beschaffungspraktiken.

Langfristig soll die Initiative weitere Gesundheitseinrichtungen in der Region einbinden. Mitarbeiter:innen spielen dabei eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, neue Arbeitsabläufe umzusetzen, die den Ressourcenverbrauch senken und das Recycling fördern. Das übergeordnete Ziel ist ein Kreislaufwirtschaftsmodell, das den Energiebedarf verringert, CO₂-Emissionen reduziert und Beschaffungs- sowie Entsorgungskosten senkt.

Über die Abfallvermeidung hinaus will das Projekt neue Geschäftsmodelle entwickeln und lokale Lieferketten stärken. Frühere Solinger Initiativen wie Hospital to Go und Academy to Go haben bereits gezeigt, wie Kreislaufwirtschaft im Gesundheitsbereich funktionieren kann. Die Verantwortlichen hoffen, dass das aktuelle Vorhaben weitere Innovationen bei nachhaltigen Medizinprodukten vorantreibt.

Das Projekt Circular.Care.Solingen steht für einen koordinierten Vorstoß, um den Gesundheitssektor der Stadt nachhaltiger zu gestalten. Bis 2028 sollen Mehrwegsysteme etabliert, Abfälle reduziert und Betriebskosten gesenkt werden. Bei Erfolg könnte das Projekt als Vorbild für eine breitere Einführung kreislauforientierter Praktiken in anderen medizinischen Einrichtungen der Region dienen.