31 January 2026, 07:00

Solingen plant Wende für Ohligser Tunnel: Sicherheit und Hilfe für Obdachlose im Fokus

Eine belebte Stadtkulisse mit Gebäuden, Fahrzeugen, Fußgängern, einem U-Bahn-Eingang und einem Bogen mit einer Namensplakette im Hintergrund.

Solingen plant Wende für Ohligser Tunnel: Sicherheit und Hilfe für Obdachlose im Fokus

Die Stadtverwaltung Solingen ergreift Maßnahmen, um die langjährigen Probleme im Ohligser Unterführungstunnel anzugehen. Der Bereich hat sich einen Ruf als vernachlässigter und unsicherer Ort erworben – verursacht durch anhaltende Verschmutzung, defekte Beleuchtung und Bedenken wegen Obdachlosenlagern. Ein neuer Vorschlag zielt nun darauf ab, öffentliche Sicherheit mit der Unterstützung schutzbedürftiger Menschen in Einklang zu bringen.

Seit Monaten leidet der Solinger Unterführungstunnel unter schlechten Bedingungen. Defekte Aufzüge, unzureichende Beleuchtung und Müllansammlungen haben ihn zu einer ständigen Beschwerdequelle für Pendler, Anwohner und Studierende gemacht. Viele meiden den Bereich inzwischen und bezeichnen ihn als "No-Go-Area".

Ein Antrag der CDU vom Dezember 2025 forderte erstmals ein Verbot des Campens und Übernachtens in der Unterführung. Ziel war es, Missbrauch zu verhindern und gleichzeitig sicherzustellen, dass obdachlose Menschen angemessene Hilfe erhalten. Dieser ursprüngliche Vorschlag wurde inzwischen zu einem gemeinsamen Antrag weiterentwickelt, der von CDU-Vertretern und der Wählerinitiative SG Zukunft mitunterzeichnet wurde.

Der überarbeitete Plan umfasst Änderungen der Verkehrsverordnungen und erweitert das Übernachtungsverbot ausdrücklich auf alle städtischen Unterführungen und Tunnel. Dennoch steht nicht Vertreibung, sondern Unterstützung im Mittelpunkt. Die Stadt wird mit Obdachlosenhilfsorganisationen wie der nahegelegenen Caritas-Unterkunft zusammenarbeiten, um Betroffene an bestehende Hilfsangebote zu vermitteln. Dazu gehören Übernachtungsmöglichkeiten, sanitäre Einrichtungen, Beratung und weitere Unterstützung.

Der Antrag berücksichtigt auch praktische Fragen, etwa ob Obdachlose unter kontrollierten Bedingungen Hunde in Notunterkünfte mitbringen dürfen. Durch niedrigschwellige Hilfsangebote hofft die Stadt, den Druck auf öffentliche Räume zu verringern und gleichzeitig solidarisierende Hilfe für Bedürftige zu leisten.

Der überarbeitete Vorschlag ist das Ergebnis einer parteiübergreifenden Initiative zur Verbesserung der Verhältnisse in Solingens Unterführungen. Strengere Regeln für Übernachtungen werden mit aktiver Ansprache kombiniert, um obdachlose Menschen mit verfügbaren Unterkünften zu verbinden. Das Ziel ist es, die Sicherheit im Bereich wiederherzustellen und gleichzeitig sicherzustellen, dass schutzbedürftige Menschen die notwendige Unterstützung erhalten.