23 June 2026, 20:19

Solingen kämpft um Gewerbeflächen: Streit um Buschfeld-Areal eskaliert

FDP: Stellvertretender Bürgermeister Budde sollte sich an Ratsentscheidung zu Buschfeld halten

Solingen kämpft um Gewerbeflächen: Streit um Buschfeld-Areal eskaliert

Solingen steht vor wachsendem Gewerbeflächenmangel – Streit um Buschfeld-Areal verschärft die Lage

In Solingen verschärft sich die Knappheit an Gewerbeflächen: Aktuell fehlen bereits 32 Hektar. Ein umstrittenes Vorhaben, das Gelände Buschfeld in Grünflächen und Ackerland umzuwandeln, könnte die Situation weiter zuspitzen – und das Defizit um zusätzliche 17 Hektar erhöhen. Die Freie Demokratische Partei (FDP) übt scharfe Kritik an den Plänen.

Stellvertretender Bürgermeister Tim-Oliver Budde hat beschlossen, das Buschfeld-Areal aus dem Flächennutzungsplan der Stadt zu streichen. Damit würde es zu Grün- und Agrarfläche umgewidmet – und der ohnehin knappe Bestand an Gewerbeflächen weiter schrumpfen. Die FDP wirft Budde vor, diese Entscheidung einseitig getroffen zu haben, und fordert eine sofortige Rücknahme.

Die Partei fragt zudem, wie Solingen unter diesen Bedingungen neue Unternehmen anwerben oder Arbeitsplätze halten wolle. Die Gewerbesteuer ist für die hochverschuldete Stadt eine entscheidende Einnahmequelle – ein Verlust von Steuerzahlern sei schlicht nicht verkraftbar. Zudem kritisiert die FDP, dass die Stadtverwaltung zu stark auf Bundes- und Landesmittel setze, statt die eigenen Finanzen zu konsolidieren.

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Laut Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt soll bis 2030 der Flächenverbrauch unversiegelter Böden gestoppt werden. Die FDP argumentiert jedoch, dass die Umwidmung von Buschfeld diesem Ziel widerspreche und die Zukunftsfähigkeit Solingens untergrabe. Ohne Ersatzflächen würde das Gewerbeflächen-Defizit auf insgesamt 49 Hektar anwachsen.

Die FDP besteht darauf, dass Budde seine Alleinentscheidung begründen und zurücknehmen muss. Die Partei warnt: Ein weiterer Verlust an Gewerbeflächen werde die wirtschaftlichen Perspektiven der Stadt schwer beschädigen. Angesichts der angespannten Haushaltslage und der Abhängigkeit von Gewerbesteuereinnahmen sei das Thema dringender denn je.

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