23 June 2026, 18:31

Solingen diskutiert über Energiegesetz, Digitalisierung und Fachkräftemangel in der Region

Gerlinde Steingrüber (MIT): "Neues Heizungsgesetz macht alle zu Opfern"

Solingen diskutiert über Energiegesetz, Digitalisierung und Fachkräftemangel in der Region

Aktuelle Diskussion in Solingen: Wirtschaftliche und energetische Herausforderungen im Fokus

Eine kürzliche Veranstaltung in Solingen widmete sich den drängenden wirtschaftlichen und energietechnischen Problemen der Region. Die von der MIT der CDU im Forum der Stadt-Sparkasse Ohligs organisierte Diskussionsrunde brachte lokale Führungskräfte und Fachleute zusammen, um Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen zu erörtern. Im Mittelpunkt standen die Digitalisierung, die Wärmeplanung sowie die Auswirkungen neuer gesetzlicher Vorgaben auf Heizsysteme.

Als Vertreter des nordrhein-westfälischen Ministers für Heimat, Bau und Digitalisierung nahm Staatssekretär Daniel Sieveke an der Veranstaltung teil. Er erläuterte, dass das neu verabschiedete Gebäudeenergiegesetz (GEG) nahezu jeden Bürger betreffe, da es die Heizungsmöglichkeiten für Wohngebäude und Unternehmen direkt beeinflusse. Sieveke betonte, dass das Gesetz alle Bewohner – ob Eigentümer, Mieter oder Firmen – zu Akteuren des Transformationsprozesses mache.

Henner Pasch, Geschäftsführer der fourtexx GmbH und Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Solingen, forderte eine stärkere Digitalisierung, um das Wirtschaftswachstum zu fördern. Gleichzeitig kritisierte er schlecht konzipierte Förderprogramme und den anhaltenden Fachkräftemangel als zentrale Hemmnisse für die Entwicklung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Frederik Schacht, Vertreter der Solinger Stadtwerke, präsentierte die Fortschritte der Stadt bei der Wärmeplanung. Er verwies darauf, dass bereits Stadtteile identifiziert worden seien, in denen der Ausbau von Fernwärmenetzen möglich wäre. Dr. Werner Fliescher, Vorstandsmitglied von Haus & Grund Düsseldorf, bezeichnete das neue Heizungsgesetz indes als „alles andere als verbraucherfreundlich“. Zwar habe die Nachfrage nach Wärmepumpen in den vergangenen Jahren stark zugenommen, doch habe die aktuelle Unsicherheit zuletzt zu einem Rückgang geführt.

Zum Abschluss der Diskussion merkte Steingrüber an, dass das neue Heizungsgesetz mehr Fragen aufwerfe als es Antworten liefere. Er warnte, dass die praktische Umsetzung voraussichtlich noch längere Zeit Herausforderungen mit sich bringen werde.

Die Veranstaltung zeigte sowohl lokale Fortschritte als auch anhaltende Schwierigkeiten in der Energie- und Wirtschaftspolitik auf. Besonders das neue Heizungsgesetz wird weitreichende Folgen haben, wobei seine Umsetzbarkeit und die Auswirkungen auf Verbraucher weiterhin kontrovers diskutiert werden. In den kommenden Monaten werden sich Unternehmer und Verantwortliche weiter mit diesen Themen auseinandersetzen.

Quelle