30 December 2025, 11:00

Silvesterfeuerwerk: Wer zahlt bei Unfällen und Schäden durch Böller?

Umgestürzte Bäume mit Feuerwerk und Wolken im Hintergrund.

Silvesterfeuerwerk: Wer zahlt bei Unfällen und Schäden durch Böller?

Silvesterfeiern in Deutschland enden oft mit Unfällen durch Feuerwerk

Jedes Jahr kommt es an Silvester zu einer Welle von Verletzungen und Sachschäden, wenn Böller und Raketen gezündet werden. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verzeichnet in dieser Zeit einen deutlichen Anstieg an Brandschäden und entsprechenden Schadensmeldungen.

Versicherungen können die Kosten übernehmen – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.

Verursacht Feuerwerk Schäden, springt die private Haftpflichtversicherung ein, wenn die verantwortliche Person fahrlässig gehandelt hat. Sie deckt Personenschäden bei Dritten ab, etwa Verbrennungen oder Schnittwunden. Lässt sich der Verursacher jedoch nicht ermitteln, müssen Geschädigte unter Umständen auf die eigene Police zurückgreifen.

Die Krankenversicherung übernimmt die Behandlungskosten bei Verletzungen durch Feuerwerk – etwa, wenn eine Hand durch eine fehlerhaft gezündete Rakete verletzt wird. Eine private Unfallversicherung hilft zusätzlich, wenn der Verursacher unbekannt bleibt und unterstützt bei den Heilungskosten.

Sachschäden durch Feuerwerk werden unterschiedlich geregelt: Die Gebäudeversicherung zahlt bei strukturellen Schäden, etwa wenn das Dach in Brand gerät. Die Hausratversicherung erstattet beschädigte Möbel oder Teppiche – selbst wenn Löschwasser den Hausrat ruiniert. Autofahrer mit Voll- oder Teilkaskoschutz können Schäden durch Feuerwerk oder Vandalismus geltend machen.

Laut GDV häufen sich die Schadensmeldungen stets Ende Dezember. Dennoch hat noch kein Versicherer Rekordgewinne durch Silvesterfeuerwerk für 2025 gemeldet – diese Daten liegen vor Jahresende noch nicht vor.

Feuerwerksunfälle bergen finanzielle Risiken, doch Versicherungen mildern die Folgen. Ob Gesundheit, Eigentum oder Haftung: Die richtigen Policen federn die Kosten ab. Ohne sie könnten die Feierlichkeiten für Betroffene teuer enden.