Seniorenrat warnt vor Ausgrenzung durch digitale Tickets und höhere Fahrpreise
Jonas MayerSeniorenrat warnt vor Ausgrenzung durch digitale Tickets und höhere Fahrpreise
Der Seniorenrat hat schwere Bedenken wegen der steigenden Preise im öffentlichen Nahverkehr und der Umstellung auf rein digitale Ticketlösungen geäußert. In einer aktuellen Stellungnahme warnte die Organisation, dass ältere Fahrgäste ausgegrenzt werden könnten, wenn traditionelle Ticketoptionen wie Automaten, Schalterverkauf oder Papiertickets wegfallen. Zudem betonte sie die finanzielle Belastung durch die jüngsten Preiserhöhungen – besonders für diejenigen, die Grenzen zwischen Kommunen überschreiten.
Die Sorgen des Rates kommen nach einem Beschluss vom 19. November 2025, der faire und transparente Tarife forderte. Die Organisation argumentiert, dass viele Senioren weiterhin auf Ticketautomaten, persönliche Beratung an Schaltern und physische Fahrscheine angewiesen sind. Eine vollständige Digitalisierung würde den Zugang für technisch weniger versierte Menschen erschweren.
Besonders kritisiert der Rat, dass der Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsverbünden nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden sein dürfe. Angesichts ohnehin steigender Lebenshaltungskosten würden höhere Fahrpreise die finanzielle Situation älterer Bürger weiter verschärfen.
Als Reaktion fordert der Seniorenrat die Verantwortlichen des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) und die Tarifpartner auf, die geplanten Preiserhöhungen auszusetzen oder rückgängig zu machen. Ohne Gegenmaßnahmen drohe eine weitere Verschlechterung der Lebensqualität vieler älterer Menschen, so die Warnung.
Im Mittelpunkt des Appells stehen zwei zentrale Forderungen: der Erhalt barrierefreier Ticketmöglichkeiten und die Vermeidung weiterer finanzieller Belastungen. Die Organisation besteht darauf, dass der digitale Fortschritt ältere Fahrgäste nicht abhängen darf. Ob der Nahverkehr für alle bezahlbar und inklusiv bleibt, wird sich nun an der Reaktion auf diese Forderungen zeigen.






