03 May 2026, 10:27

Schüler warnen vor tödlichen Gefahren auf Bahnanlagen in Schwerte

Vorsichtshinweis auf einem Bahngleis neben einem Metallzaun, mit Bäumen, Strommasten, einem Gebäude, Containern, Fahrzeugen auf einer Straße und einem bewölkten Himmel.

Schüler warnen vor tödlichen Gefahren auf Bahnanlagen in Schwerte

Sicherheitskampagne am Bahnhof Schwerte: Warnung vor lebensgefährlichen Gleisbetretungen

Am 17. Juni fand in der Nähe des Bahnhofs Schwerte eine Aktionsveranstaltung zur Sicherheitsaufklärung statt, organisiert von der Bundespolizeidirektion Dortmund. Im Mittelpunkt stand die Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern für die tödlichen Gefahren, die vom Betreten von Gleisanlagen ausgehen. Die Initiative erfolgte weniger als ein Jahr nach einem tragischen Unfall, bei dem ein Jugendlicher aus der Region in derselben Gegend ums Leben gekommen war.

Auslöser für die Kampagne war ein tödlicher Vorfall im Juli 2024: Eine Schülerin der Gesamtschule Fröndenberg war beim Klettern auf einen Güterwagen mit einer unter Strom stehenden Oberleitung in Kontakt gekommen und verstorben. Der Fall verdeutlichte auf dramatische Weise die extremen Risiken, die von Bahnanlagen ausgehen.

An dem Aktionstag nahmen 44 Schülerinnen und Schüler derselben Schule teil, die gemeinsam mit ihren Lehrkräften und der Schulleitung mit dem Zug anreisten. Gegen 12:45 Uhr enthüllten sie an einem Zaun in der Margot-Röttger-Rath-Straße selbstgestaltete Plakate. Die Warnschilder, die in Zusammenarbeit mit der Präventionsbeauftragten der Bundespolizei entstanden waren, wiesen auf Gefahren wie herannahende Züge, stromführende Anlagen und weitere betriebliche Risiken hin.

Vertreter verschiedener Behörden und Institutionen waren vor Ort, darunter das Ordnungsamt, die Landespolizei, die Feuerwehr, die Deutsche Bahn sowie ein Vertreter der Stadt Schwerte. Die Bundespolizei betonte, dass moderne Züge oft erst im letzten Moment hörbar seien und nicht ausweichen könnten. Selbst auf stillgelegten Gleisen bestünden Gefahren durch Masten, Kabel und Hochspannungsanlagen.

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Als Dank für ihr Engagement luden die Stadt Schwerte und die Organisatoren die Jugendlichen im Anschluss zu einem Eis in einer lokalen Eisdiele ein. Die Aktion stieß auf breites Medieninteresse und verbreitete ihre Botschaft so in der gesamten Region.

Die Präventionsveranstaltung machte die lebensbedrohlichen Folgen von Gleisbetretungen deutlich. Behörden und Pädagoginnen und Pädagogen arbeiteten Hand in Hand, um bei jungen Menschen das Bewusstsein für Sicherheitsregeln zu stärken. Mit den Plakaten und der öffentlichen Aufmerksamkeit sollte weiteren Tragödien in der Region vorgebeugt werden.

Quelle