05 November 2025, 00:02

Sanddorn-Echsen-Habitat bei Schloss Vlotho geschaffen

Eine Wiese mit einem Haus und dem Meer im Hintergrund.

Sanddorn-Echsen-Habitat bei Schloss Vlotho geschaffen

1.400 Quadratmeter großer Hang nahe der Vlothoer Burg für neue Heimat von Zauneidechsen und seltenen Arten freigeräumt Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Herford hat einen rund 1.400 Quadratmeter großen Hang in der Nähe der Vlothoer Burg gerodet, um dort einen neuen Lebensraum für Zauneidechsen und andere seltene Arten zu schaffen. Die Zauneidechse, eine in Deutschland streng geschützte Art, benötigt warme, offene Landschaften mit lockerem Boden, um zu gedeihen. Ziel des Projekts ist es, den Lebensraum der Reptilien zu erweitern und ihr langfristiges Überleben zu sichern. Aus dem gerodeten Gelände soll ein wahres Paradies für Zauneidechsen entstehen. Im oberen Bereich entstehen flache, terrassierte Böschungen mit Steinhaufen und Felsrücken, die den natürlichen Lebensraum der Tiere nachahmen. Diese Strukturen bieten den Eidechsen Sonnenplätze, Verstecke und Gelegemöglichkeiten für ihre Eier. Hangabwärts in Richtung Coringenweg werden artenreiche Magerwiesen angelegt, die Insekten wie Wildbienen und Schmetterlingen zugutekommen – und so ein vielfältiges Ökosystem schaffen. Auch der benachbarte Hang am Amtshausberg wird naturnah umgestaltet, um den Bestand der dort lebenden Zauneidechsen zu sichern und ihren Lebensraum zu vergrößern. Während der Bauarbeiten am Coringenweg unterhalb der Vlothoer Burg wird die Straße vorübergehend gesperrt; eine Umleitung führt über den Apothekerweg. Die Erdarbeiten für die eidechsenfreundlichen Strukturen beginnen voraussichtlich im November 2025 – wetterabhängig. Die erfolgreiche Umsiedlung der Zauneidechsenpopulation während der Sanierung der Vlothoer Burg und der nachgewiesene Nachwuchs im Jahr 2025 stimmen optimistisch für die Zukunft der Reptilien in der Region. Das geplante Habitat-Projekt ist ein wichtiger Schritt, um den Lebensraum der Zauneidechsen zu erhalten und auszubauen. Zwar verliert das Gebiet seinen Status als Waldfläche, doch gleicht der Kreis Herford dies aus: Auf einer 3.000 Quadratmeter großen Fläche in Vlotho-Exter wird aufgeforstet, um die Gesamtwaldfläche sogar zu vergrößern.