11 November 2025, 20:02

S11-Sperrung: Zwei Wochen Chaos für Pendler zwischen Köln und Bergisch Gladbach

Ein Innenblick in einen Bahnhof mit einem Zug auf der linken Seite und Menschen auf dem Bahnsteig, mit Ankündigungen oben im Bild.

S11-Sperrung: Zwei Wochen Chaos für Pendler zwischen Köln und Bergisch Gladbach

S-Bahn-Fahrgäste zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Mülheim müssen sich vom 3. bis 17. November 2025 auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Grund sind Bauarbeiten, für die die Deutsche Bahn in diesem Zeitraum einen Schienenersatzverkehr mit Bussen einrichtet – ein Vorgeschmack auf die bevorstehenden längeren Sperrungen der S11-Linie in den kommenden Jahren.

Die Ersatzbusse verkehren im Zehn-Minuten-Takt zur Hauptverkehrszeit, ansonsten alle 20 Minuten und spätabends alle 30 Minuten. Sie halten an den S-Bahn-Stationen Duckterath, Dellbrück und Holweide. Eine Echtzeit-Verfolgung der Busse ist jedoch nicht möglich, was zu Verspätungen und Unsicherheit bei den Fahrgästen führt. Die Fahrt dauert 37 Minuten – im Vergleich zu den üblichen 11 Minuten mit der S-Bahn.

An den Bushaltestellen helfen sich die Pendler gegenseitig mit Umsteigetipps und Informationen. Manche Fahrgäste weichen jedoch auf alternative Routen oder das Auto aus, um den Umständen zu entgehen. Die Deutsche Bahn koordiniert die langfristigen Sperrungen der S11 sowie den Ausbau von zweigleisigen Abschnitten in der Region. Weitere geplante Sperrungen umfassen: – 7. bis 17. November 2025 für Brückenarbeiten in Mülheim, – 10. April bis 3. Juli 2026 für weitere Brückensanierungen und eine Grundsanierung des Hochleistungsnetzes, – 9. Juli bis 15. Oktober 2027 für zusätzliche Gleisbauarbeiten, darunter den Umbau der Bahnhöfe Köln-Holweide und Köln-Dellbrück.

Diese zehntägige Sperrung dient als Testlauf für die längeren Ausfälle der S11 in den nächsten Jahren. Zwar ist ein zweites Gleis geplant, um einen Zehn-Minuten-Takt zu ermöglichen, doch dessen Fertigstellung steht noch in den Sternen. Fahrgäste werden aufgefordert, ihre Fahrten entsprechend zu planen und sich auf mögliche Verspätungen und Unannehmlichkeiten einzustellen.