Rückschlag bei Globe40: Deutsche Segler kämpfen nach technischem Defekt um Comeback
Henry KochRückschlag bei Globe40: Deutsche Segler kämpfen nach technischem Defekt um Comeback
Deutsche Segler Lennart Burke und Melwin Fink ziehen sich nach technischem Defekt an der Ankerpunktverbindung aus der Globe40-Regatta zurück
Die deutschen Segler Lennart Burke und Melwin Fink haben die Globe40 nach einem technischen Defekt an der Ankerpunktverbindung ihres Bootes aufgegeben, der es nicht mehr regattatauglich machte. Trotz dieses Rückschlags bleiben die beiden entschlossen, die letzte Etappe von Recife nach Lorient zu absolvieren. Ihr Vorhaben geht jedoch über den Rennsport hinaus: Mit ihrem Projekt Next Generation Boating wollen sie das Hochseesegeln in Deutschland populärer machen.
Ihr Class40-Boot erlitt während des Rennens einen Ausfall an der Ankerpunktverbindung, was sie zum Aufgeben zwang. Statt aufzugeben, planten sie umgehend Reparaturen, um an der letzten Etappe ab dem 29. März 2023 teilzunehmen.
Am 29. Januar wird Melwin Fink mit einem Experten nach Réunion fliegen, um den Schaden zu begutachten. Mithilfe eines Ultraschallgeräts werden sie den Mast scannen, bevor ein Ersatzteil eingebaut wird. Nach Abschluss der Reparaturen segelt das Boot nach Kapstadt, um neue Takelage zu erhalten, und weiter nach Recife in Brasilien, wo es Anfang März eintreffen soll. Vor der letzten Etappe werden sich Burke und Fink zudem auf den Ausbau ihrer Werftdienstleistungen und die Bewerbung ihres Online-Shops für Tauwerk, Geileseile, konzentrieren. Außerdem werden sie auf der boot Düsseldorf, der größten deutschen Bootsmesse, präsent sein, um ihre öffentliche Präsenz zu stärken. Ihre Bemühungen sind Teil einer größeren Initiative in Deutschland, an der auch prominente Persönlichkeiten wie Boris Herrmann, Susann Beucke und das SailGP Team Germany beteiligt sind – gemeinsam wollen sie den Segelsport im Land bekannter machen.
Der Zeitplan für die Reparaturen ist eng gesteckt: Mastprüfung, Takelungsaustausch und Testfahrten müssen vor der letzten Etappe abgeschlossen werden. Falls alles planmäßig verläuft, werden sie von Réunion über Kapstadt nach Recife segeln und sich Mitte März wieder vereinen. Ihre Teilnahme an der letzten Etappe wird den Abschluss einer herausfordernden, aber zielstrebigen Kampagne markieren.