Rocco Reitz vor ungewisser Zukunft: Gladbachs Kapitän zwischen Leistungsflaute und Transfergerüchten
Jonas MayerRocco Reitz vor ungewisser Zukunft: Gladbachs Kapitän zwischen Leistungsflaute und Transfergerüchten
Borussia Mönchengladbachs Mittelfeldspieler Rocco Reitz steht vor einer schwierigen Saison – sowohl persönlich als auch für seinen Verein. Der 23-Jährige kämpft mit seiner Form und kam in 27 Spielen lediglich auf zwei Vorlagen, während sein Team knapp über der Abstiegszone schwebt. Nun hat das langjährige Interesse von RB Leipzig an dem Spieler neue Spekulationen über seine Zukunft ausgelöst.
In der Saison 2025/26 blieb Reitz hinter den Erwartungen zurück. Der ehemalige Bayern-Star Stefan Effenberg kritisierte den Mittelfeldspieler kürzlich wegen einer anhaltenden Leistungsflaute, unbeständiger Auftritte und Schwierigkeiten, mit der Verantwortung als Kapitän umzugehen. Seine Statistiken spiegeln den Niedergang wider: Nur zwei Torvorbereitungen in allen Wettbewerben.
Auch die Lage bei Gladbach trägt zur Unsicherheit bei. Der Verein liegt mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz auf Rang 12 der Bundesliga. Finanzielle und sportliche Zwänge könnten harte Entscheidungen erfordern.
RB Leipzig beobachtet Reitz bereits seit Monaten, doch die Ablösesumme von 25 Millionen Euro bleibt ein Hindernis. Der Klub hält den Betrag für überzogen und drängt auf eine deutliche Reduzierung. Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass Leipzig sich nicht mit geringfügigen Anpassungen zufriedengeben, sondern einen erheblichen Nachlass fordern würde. Gladbachs Sportdirektor Rouven Schröder hat Gespräche nicht ausgeschlossen und lässt damit Raum für Verhandlungen.
Reitz' Vertrag läuft noch bis Juni 2028, was Gladbach Verhandlungsmacht gibt. Angesichts der drohenden Abstiegsgefahr und Leipzigs Unwillen, die geforderte Summe zu zahlen, könnte der Sommer jedoch einen radikalen Wechsel bringen.
Die kommenden Wochen könnten über Reitz' Zukunft entscheiden. Sollte Leipzig eine niedrigere Ablöse aushandeln, könnte ein Transfer noch vor Ende der Wechselperiode zustande kommen. Derzeit bleibt der Spieler bei Gladbach – doch seine Leistungsprobleme und die prekäre Situation des Vereins lassen einen Wechsel nicht unwahrscheinlich erscheinen.