15 November 2025, 02:02

Rheinmetall-Aktie im Sturzflug trotz Rekordzahlen und Milliardendeal-Hoffnung

Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer KriegsSzene mit Text über der Illustration.

Rheinmetall-Aktie im Sturzflug trotz Rekordzahlen und Milliardendeal-Hoffnung

Rheinmetall Aktienkurs erlebt Achterbahnfahrt – trotz starker Zahlen

In den vergangenen Monaten war die Aktienperformance von Rheinmetall einer Achterbahnfahrt gleich: Trotz solider Finanzkennzahlen stürzten die Kurse ab. Ausschlaggebend für die verhaltene Stimmung unter Anlegern ist die Unsicherheit um den Milliardendeal für den Bau von Fregatten für die deutsche Marine.

Das Unternehmen verzeichnete in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 einen Umsatzanstieg von 20 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis von 835 Millionen Euro – ein Plus von 18 Prozent. Doch trotz dieser überzeugenden Zahlen brach der Aktienkurs ein, getrieben von den Zweifeln am Fregattenauftrag. Investoren schwanken zwischen dem Vertrauen in Rheinmetalls langfristige Stärke und der Frustration über kurzfristige politische Hindernisse.

Der im Milliardenbereich liegende Fregattendeal könnte dem Konzern langfristige Einnahmen sichern und den Aktienkurs beflügeln. Rheinmetall gilt derzeit als Favorit für den Bau von sechs Fregatten des Typs 126. Doch ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), mit seiner langjährigen Expertise im Kriegsschiffbau, droht, dem Wettbewerber den Zuschlag streitig zu machen. Zudem verzögert sich die Vergabe von Aufträgen – darunter auch jener für Rheinmetall – wegen der noch ausstehenden Verabschiedung des Bundeshaushalts.

Mit einem Rekordauftragsbestand von 64 Milliarden Euro unterstreicht Rheinmetall zwar seine starke Auslastung für die kommenden Jahre. Sollte der Fregattenauftrag jedoch an TKMS gehen, könnte das Unternehmen gezwungen sein, seine maritimen Kapazitäten auszubauen oder alternative Rüstungsprojekte zu verfolgen, um das Wachstum zu halten.

Entscheidend für die weitere Entwicklung der Rheinmetall-Aktie wird letztlich der Ausgang des Fregattendeals sein. Zwar glänzt das Unternehmen mit robusten Finanzdaten, doch die Unsicherheit um den Auftrag lässt die Anlegerstimmung schwanken. Rheinmetall muss sich nun im Wettbewerb behaupten und politische Widerstände überwinden, um den Zuschlag zu sichern – und damit langfristige Einnahmen zu garantieren.