13 March 2026, 18:30

Ramadan-Streit unter Zehnjährigen löst bundesweite Debatte aus

Eine Gruppe von Menschen steht vor einer Menge, einige klatschen, mit Stühlen, Tischen, Ballons, Vorhängen und Deckenleuchten bei einer Schul-Eröffnung.

Ramadan-Streit unter Zehnjährigen löst bundesweite Debatte aus

Ein Streit unter Zehnjährigen über das Fasten während des Ramadan hat an einer Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen für Aufsehen gesorgt. Die Schule stuft den Vorfall als typischen Kinderkonflikt ein, doch nach einer Berichterstattung der Bild-Zeitung, die daraus eine kulturelle Auseinandersetzung machte, erhielt die Angelegenheit bundesweite Aufmerksamkeit.

Der Konflikt entzündete sich in einer fünften Klasse, wo Schüler darüber stritten, ob nichtfastende Mitschüler während der Schulzeit essen dürfen, während einige muslimische Klassenkameraden den Ramadan einhielten. Die Schule reagierte mit einer Klassensprechstunde, um die Meinungsverschiedenheiten zu klären.

Die Bezirksregierung Düsseldorf betonte, es gebe keine Vorschrift, die nichtfastende Schüler verpflichte, ihr Essen zu verbergen oder einzuschränken. Dennoch veröffentlichte Bild Schlagzeilen, die nahelegten, die Schule habe zunächst Geheimhaltung bei Snacks durchgesetzt und sich später korrigiert. Die Boulevardzeitung präsentierte den Vorfall als Konflikt um Migration und religiöse Rücksichtnahme.

Schulbehörden und die Bezirksregierung bewerten den Streit inzwischen als altersüblichen Kinderkonflikt. Geplant sind weitere Gespräche zur Verbesserung der Kommunikation, doch detaillierte Stellungnahmen zur Vorgehensweise der Schule blieben aus.

Schule und Bezirksregierung halten daran fest, dass es sich um eine alltägliche Auseinandersetzung unter Kindern handelte. Eine offizielle Regelung zum Essen während des Ramadan wurde nie erlassen. Dennoch bleibt der Fall aufgrund der Bild-Berichterstattung weiter Gegenstand medialer Debatten.

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