17 November 2025, 22:02

Provokante Lesung an Memminger Schule: Autor spricht über rechtsextreme Vergangenheit

Eine Person in militärischer Kleidung steht an einem Mikrofon auf einer Bühne und spricht zu einem Publikum, das auf beiden Seiten sitzt, mit einem Bildschirm und Vorhängen im Hintergrund.

Provokante Lesung an Memminger Schule: Autor spricht über rechtsextreme Vergangenheit

An der Fachober- und Berufsoberschule (FOS/BOS) in Memmingen fand diese Woche eine umstrittene Lesung statt. Axel Reitz, Autor des Buches "Ich war der Hitler von Köln", sprach vor Schülerinnen und Schülern – hinter ihm thronte ein auffälliges Bild: die Projektion eines blassen Mannes mit gegeltem blondem Haar und einem schwarzen Ledermantel, beschriftet mit dem gleichen provokanten Satz wie der Titel seines Werkes.

Reitz trat in einem burgunderfarbenen Sakko über einem Pullover vor das Publikum. Im Mittelpunkt seines Vortrags standen Themen aus seinem Buch, in dem er seine frühere Verstrickung in die rechtsextreme Szene schildert. Die Zuhörenden verfolgten aufmerksam, wie er ihre Fragen aufgriff und direkt auf ihre Anliegen einging.

Zum Abschluss der Veranstaltung stellten die Schülerinnen und Schüler weitere Fragen zu Reitz’ Erfahrungen und seinem Abschied vom Extremismus. Sein Buch "Ich war der Hitler von Köln" löst nach wie vor Debatten über Radikalisierung und die Möglichkeit der Läuterung aus. Die Lesung hinterließ bei den Anwesenden einen eindringlichen Eindruck – vermittelt durch Worte und das markante Bildmaterial.