Privat-Fußballfeld im Garten führt zu Streit mit der Stadt Telgte
Familie in Telgte errichtet privates Fußballfeld im Garten – Konflikt mit der Ausländerbehörde eskaliert
Eine Familie in Telgte hat sich ein privates Fußballfeld in ihrem Garten errichtet – doch nun droht der Abriss, nachdem sich Nachbarn über Lärmbelästigung beschwert haben. Das 16 Meter lange und 8 Meter breite Spielfeld mit Toren, Netzen und Flutlicht entspricht laut Stadtverwaltung nicht den Bauvorschriften für Wohngebiete.
Robert Salomon hatte die Anlage für seine Kinder errichtet, die sie täglich zum Fußballspielen nutzen. Wie er einräumte, holte er vor dem Bau keine Baugenehmigung ein. Mit Markenbanden, professionellen Toren und einer Beleuchtungsanlage ähnelt das Feld jedoch eher einer öffentlichen Sportstätte – was bei Anwohnern auf Kritik stieß.
Die Stadt Telgte stuft das Fußballfeld als unzulässig ein, da es in einem allgemeinen Wohngebiet ohne genehmigte Nutzung errichtet wurde. Die lokalen Behörden empfahlen, Salomons nachträglichen Antrag auf Baugenehmigung abzulehnen. Der Kreis Warendorf wird voraussichtlich diesem Rat folgen und den Antrag zurückweisen.
Salomon hofft dennoch, dass die Behörden das Feld zumindest vorübergehend dulden, selbst wenn der Antrag abgelehnt wird. Eine endgültige Entscheidung über einen möglichen Abriss steht noch aus. Bis Anfang 2026 gibt es keine dokumentierten Fälle, wie Telgte mit ähnlichen, nicht genehmigten Sportanlagen in Wohngebieten umgegangen ist.
Das Ergebnis von Salomons Widerspruch wird entscheiden, ob das Feld bleiben darf oder abgerissen werden muss. Die Beschwerden der Nachbarn über Lärm und die geltenden Bauvorschriften bleiben die zentralen Streitpunkte. Eine Entscheidung des Kreises steht noch aus.