13 June 2026, 22:22

Preisproteste an der Mailänder Scala: Warum Opern-Fans jetzt rebellieren

Proteste gegen Preiserhöhungen im Scala

Preisproteste an der Mailänder Scala: Warum Opern-Fans jetzt rebellieren

Preiserhöhungen an der Mailänder Scala sorgen für Empörung

Die Ticketpreise an der Mailänder Scala, einem der renommiertesten Opernhäuser der Welt, sind erstmals seit einem Jahrzehnt gestiegen. Die Erhöhung hat vor allem unter den treuesten Besuchern des Hauses für Frust gesorgt. Einige Plätze kosten nun über 30 Prozent mehr als zuvor.

Betroffen von den Anpassungen sind lediglich 36 der 531 Sitze in der zweiten Galerie. Die Abo-Preise für diese Plätze stiegen von 800 auf 1.050 Euro. Die Theaterleitung betont jedoch, dass die meisten anderen Plätze nur geringfügig teurer geworden seien – im Schnitt lägen die Preise für die Galerietickets etwa 1,48 Euro höher.

Während der Premiere von Verdis Carmen kam es zu Protesten, als verärgerte Fans aus den oberen Rängen, die sogenannten Loggionisti, das Publikum mit Flugblättern überschütteten. Sie verurteilten die drastischen Preiserhöhungen und argumentierten, die Scala sei ohnehin schon das teuerste Theater Europas – nach dem Salzburger Festspielhaus auf Platz zwei.

Aktuell wirtschaftet das Opernhaus mit Überschuss. Dennoch führt die Leitung anstehende Tarifverhandlungen und die Notwendigkeit, Werkstätten umzusiedeln, als Gründe für die Preisanpassungen an. Intendant Fortunato Ortombina versicherte, unter seiner Führung werde es keine weiteren Erhöhungen geben.

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Die Scala-Führung hält die Kritik für übertrieben, da der Großteil der Plätze kaum betroffen sei. Die Änderungen erfolgen nach einer zehnjährigen Phase ohne Preisanpassungen. Das Haus bleibt eine der exklusivsten Kulturstätten Europas.

Quelle