Polizei schlägt gegen illegale Tuner-Szene im Rhein-Kreis Neuss zu
Die Polizei im Rhein-Kreis Neuss ist gegen illegale Fahrzeugumbauten und gefährliches Fahren vorgegangen. Bei einer groß angelegten Aktion am Sonntag stand die sogenannte Tuner-, Straßenrenner- und Poser-Szene in Dormagen und Grevenbroich im Fokus. Beamte kontrollierten 25 Fahrzeuge und deckten dabei schwere Verstöße gegen die Verkehrsicherheitsvorschriften auf.
Die Operation lief von 14 bis 22 Uhr und richtete sich gezielt gegen Verstöße im Zusammenhang mit illegalem Tuning. Bei sechs Fahrzeugen wurden gravierende technische Veränderungen festgestellt, darunter überlauter Auspuff und unzulässig tiefergelegte Fahrwerke. Diese Autos entsprachen nicht den Vorgaben der Straßenverkehrszulassung und wurden sofort beschlagnahmt.
Ein unabhängiger Sachverständiger wird die sichergestellten Fahrzeuge in den kommenden Tagen begutachten. Der Schlag gegen die Szene folgt auf einen tödlichen Unfall in Neuss am 11. August 2025, der durch ein illegales Straßenrennen verursacht wurde. Die Behörden warnen, dass illegale Rennen, nicht genehmigte Leistungssteigerungen sowie manipulierte Fahrwerke oder Auspuffanlagen erhebliche Risiken im Straßenverkehr darstellen.
Die Sonderkommission TRuP leitete die Aktion, mit dem Ziel, die Unfallzahlen zu senken und die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften strenger durchzusetzen. Die Polizei kündigte an, weiterhin gegen gefährliche Umbauten und rücksichtsloses Fahren in der Region vorzugehen.
Die sechs beschlagnahmten Fahrzeuge bleiben bis auf Weiteres vom Verkehr ausgeschlossen. Die Beamten betonten erneut ihr Bekenntnis zu konsequenterem Vorgehen gegen illegales Tuning und riskantes Verhalten. Weitere Kontrollen und Einsätze sind in naher Zukunft zu erwarten.






