Polizei räumt „Sündenwäldchen“ nach langem Rechtsstreit – Aktivisten protestieren vergeblich
Lukas AlbrechtWas Sie ├╝ber die R├╝ckeroberung des 'S├╝ndigen Waldes' wissen m├╝ssen - Polizei räumt „Sündenwäldchen“ nach langem Rechtsstreit – Aktivisten protestieren vergeblich
Die Polizei hat damit begonnen, das sogenannte "Sündenwäldchen" in der Nähe des Tagebaus Hambach in Nordrhein-Westfalen zu räumen. Die Aktion startete am Dienstagmorgen, dem 20. Oktober, nach einem Gerichtsurteil vom Januar, das die Abholzung der Bäume erlaubte. Der kleine Wald, lokal als "Sündenwäldchen" bekannt, ist zu einem Kristallisationspunkt für Umweltaktivisten geworden.
Das "Sündenwäldchen" liegt östlich des Hambacher Forstes, einem Ort, der seit langem mit dem Widerstand gegen den Braunkohleabbau verbunden ist. Anders als sein größerer Nachbar wurde dieser kleinere Wald nicht in den rechtlichen Schutz einbezogen, der 2020 in einer Vereinbarung festgeschrieben wurde und jahrzehntelange Besetzungen und juristische Auseinandersetzungen um den Hambacher Forst beendete. Der Name "Sündenwäldchen" – oder "kleiner Wald der Sünde" – spiegelt seine symbolische Rolle in der jahrzehntelangen Debatte über die durch den Bergbau seit den 1970er-Jahren verursachten Umweltschäden wider.
Die Rodung des "Sündenwäldchens" ermöglicht es RWE, Materialien für die geplante Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft zu gewinnen. Aktivisten stellen die Entscheidung weiterhin infrage, doch das Gerichtsurteil und das polizeiliche Vorgehen haben den Prozess in Gang gesetzt. Die Zukunft des Geländes ist nun Teil der größeren Bemühungen, ehemalige Abbaugebiete bis zum Ende des Jahrzehnts in Seenlandschaften umzuwandeln.