Polizei deckt getarntes Casino in Paderborn als Co-Working-Space auf
Lukas AlbrechtPolizei deckt getarntes Casino in Paderborn als Co-Working-Space auf
Polizei in Paderborn und Brilon deckt illegales Glücksspiel unter dem Deckmantel eines Co-Working-Spaces auf
Bei einer Razzia im Februar flog in Paderborn ein illegales Spielcasino auf, das sich als Co-Working-Space tarnt hatte. Die Beamten ertappten 25 Personen beim Pokern, Kartenspielen und an Spielautomaten. Die Beschuldigten waren bereits bei einer Aktion im Dezember ins Visier der Ermittler geraten, hatten ihre Aktivitäten jedoch fortgesetzt.
Mitte Dezember 2024 hatte die Polizei in Paderborn und Brilon eine großangelegte Razzia gegen illegale Glücksspielringe durchgeführt. Dabei wurden zwei mutmaßliche Betreiber, 32 und 45 Jahre alt, vorläufig festgenommen.
Trotz der Dezember-Razzia deuteten Erkenntnisse der Ermittler darauf hin, dass die Beschuldigten ihre Machenschaften wiederaufgenommen hatten. Mitte Februar schritten die Beamten daher erneut ein – diesmal in einem Gebäude in der Alois-Lödige-Straße. Vor Ort trafen sie auf 18 Personen, die Poker und Kartenspiele betrieben, während sieben weitere an illegalen Spielautomaten spielten. Die Altersspanne der Beteiligten reichte von 31 bis 55 Jahren; einige waren bereits bei der ersten Razzia aufgefallen.
Bei der Februar-Aktion beschlagnahmte die Polizei Spieltische, Spielautomaten, weiteres Glücksspielzubehör sowie rund 20.000 Euro Bargeld. Der 32-jährige Hauptverdächtige, der den Behörden bereits bekannt war, hielt sich zum Zeitpunkt der Razzia in den Räumlichkeiten auf. Das Casino war als Co-Working-Space getarnt worden, um die illegalen Aktivitäten zu verschleiern.
Sämtliche vor Ort angetroffenen Personen müssen sich nun wegen Beteiligung an illegalem Glücksspiel verantworten. Gegen die beiden bereits identifizierten Hauptverdächtigen wird wegen der Organisation der Spiele ermittelt. Die Ermittlungen gegen die Beteiligten laufen weiter.






