„Pizza Connection“: Wie Bonner Nudeltreffen die Politik verbinden
Der legendäre überparteiliche Diskussionskreis "Pizza Connection" blüht auch in der neuen Legislaturperiode weiter auf. Organisiert von der Grünen-Abgeordneten Claudia Müller trifft man sich im historischen Restaurant in Bonn – einst ein zentraler Treffpunkt für politische Schwergewichte in der Ära der Bonner Republik.
Die "Pizza Connection" entstand in den 1990er-Jahren als informeller Austausch zwischen konservativen und grünen Politikern. Trotz der vorübergehenden Schließung des Lokals während der Pandemie und des Rückzugs der früheren Besitzer hat es wieder eröffnet – und mit ihm der Kreis. Die Teilnehmer pflegen Vertraulichkeit, und obwohl die Speisekarte oft Nudelgerichte bietet, wechselt sie regelmäßig.
Über den Einfluss des Kreises wird gestritten. Zwar hat er bisher keine schwarz-grüne Koalition auf Bundesebene hervorgebracht, doch er fördert den Dialog und das Verständnis zwischen politischen Kontrahenten. Kritiker halten die Treffen für bloße Gesprächsrunden ohne Konsequenzen, Befürworter sehen darin jedoch ein wertvolles Forum für den parteiübergreifenden Austausch.
Die von Claudia Müller koordinierte "Pizza Connection" bringt weiterhin Abgeordnete verschiedener Parteien zusammen. Ihr direkter Einfluss auf die Bundespolitik bleibt zwar umstritten, doch ihre Bedeutung für die politische Gesprächsbereitschaft ist unbestritten.