Pinkfarbene Flamingos gegen Kushners Luxusressort: Albaniens Umweltproteste eskalieren
Jonas MayerPinkfarbene Flamingos gegen Kushners Luxusressort: Albaniens Umweltproteste eskalieren
Albanien, ein kleines Balkanland an der Adria, stand selten im Fokus der Weltöffentlichkeit. Doch aktuelle Proteste auf einer seiner Inseln haben das Land in die Schlagzeilen gebracht. Demonstranten, die pinkfarbene Flamingo-Ausschnitte schwenken, wehren sich gegen Pläne für ein Luxusressort, das mit Jared Kushner in Verbindung steht – dem Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.
Im Mittelpunkt des Streits steht das Vjosa-Narta-Delta, Heimat von Europas erstem Nationalpark für Wildflüsse. Kushners Firma Affinity Partners plant dort den Bau eines Milliardenprojekts. Die albanische Regierung verlieh dem Vorhaben den Status eines „strategischen Investors“ – und umging damit Umweltprüfungen.
Ministerpräsident Edi Rama unterstützt das Projekt. Gleichzeitig pflegt er enge Beziehungen zur Volksmudschaheddin (MEK), einer iranischen Exilgruppe mit Sitz in Albanien. Rama wirft dem Iran vor, die Proteste gegen das Resort zu schüren.
Albaniens Annäherung an Israel ist Teil einer „Peripherie-Strategie“, um die diplomatische Isolation des Landes zu verringern. Kushners Firma sollte ursprünglich die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten stärken. Unterdessen kritisiert die EU Korruption und schwache Rechtsstaatlichkeit in Albanien, das seit 2014 EU-Beitrittskandidat ist.
Das geplante Resort bedroht die Tierwelt in einem geschützten Gebiet. Die Proteste halten an, während Kritiker die Entscheidung der Regierung anfechten, Umweltauflagen zu umgehen. Der Fall zeigt die Spannungen zwischen Entwicklung, Politik und Naturschutz in Albanien.






