Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 für seine bewegende Bildhauerkunst
Jonas MayerPetrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 für seine bewegende Bildhauerkunst
Kosovarischer Künstler gewinnt Nasher-Preis, eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Bildhauerei
Teaser: Petrit Halilaj, dessen Kunst die Unschuld der Kindheit mit den ernüchternden Realitäten des Krieges kontrastiert, ist der jüngste Preisträger der Auszeichnung.
Der kosovarische Künstler Petrit Halilaj hat den Nasher-Preis 2027 gewonnen, eine der renommiertesten Auszeichnungen der Kunstwelt. Mit 39 Jahren ist er der jüngste Empfänger dieser Ehre. Der mit 100.000 US-Dollar dotierte Preis soll in Kunstprojekte im Kosovo fließen.
Halilajs Werk setzt sich häufig mit den Themen Kindheit und Konflikt auseinander – geprägt von seiner Jugend im Kosovo während des Krieges der 1990er-Jahre. Zu seinen Ausstellungen zählen eine Schau 2021 in der Tate St Ives sowie eine 2024 im Metropolitan Museum of Art gezeigte Serie von Bronzeskulpturen, inspiriert von Kritzeleien von Schülern auf Schulbänken. Kürzlich inszenierte er Syrigana, eine interdisziplinäre Oper in seinem Heimatdorf.
Der Nasher-Preis, 2015 ins Leben gerufen, wird seit 2023 alle zwei Jahre vergeben, um den Preisträgern mehr Zeit für Kooperationen zu geben. Frühere Preisträger kamen aus aller Welt und unterstreichen so den internationalen Stellenwert der Auszeichnung.
Halilaj wird das Preisgeld der Hajde! Foundation zukommen lassen, einer von ihm gegründeten gemeinnützigen Organisation zur Förderung kosovarischer Künstler. Die Mittel sollen auch dem Haus der Kultur zugutekommen, einem Kunstzentrum in seiner Heimatstadt, das 2027 wiedereröffnet wird. Das restaurierte Gebäude, bekannt als "Haus der Kultur", soll zu einem Zentrum lokaler Kreativität werden.
Der Nasher-Preis 2027 würdigt Halilajs Einfluss auf die zeitgenössische Kunst und sein Engagement für die kulturelle Wiederbelebung des Kosovo. Die Wiedereröffnung des Hauses der Kultur im nächsten Jahr markiert einen wichtigen Schritt zur Bewahrung und Förderung des künstlerischen Erbes des Landes. Sein Schaffen verbindet persönliche Geschichte mit universellen Themen wie Erinnerung und Widerstandsfähigkeit.