19 March 2026, 12:32

Ohligser City-Ring: Warum Senioren gegen Straßensperrungen kämpfen

Altes Schwarz-Weiß-Foto einer Stadtstraße mit Autos, Bussen, Fußgängern auf einer Brücke, Laternen, mehrstöckigen Gebäuden mit Fenstern, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Ohligser City-Ring: Warum Senioren gegen Straßensperrungen kämpfen

Die Debatte um den Ohligser City-Ring in Solingen hat sich seit 2022 weiter zugespitzt. Staus und Umweltbedenken entfachten die Diskussion, wobei lokale Gruppen über mögliche Lösungen aneinandergerieten. Nun haben sich die Grünen Senioren zu Wort gemeldet und den Verkehrsplan als fairen Kompromiss verteidigt.

Die Gruppe betont, dass ältere Einwohner:innen bei Entscheidungen über Buslinien und Straßensperrungen nicht übergangen werden dürfen.

Das Projekt Ohligser City-Ring stößt auf starken Widerstand von Gruppen wie den Ohligser Jongens, der ISG und der OWG. Diese Vereine fordern eine vollständige Sperrung der Lennestraße für Busse – ein Vorhaben, das die Grünen Senioren entschieden ablehnen. Sie warnen, dass eine Schließung der Straße die Haltestelle "Ohligs Markt" entfallen ließe und ältere Fahrgäste zu längeren Fußwegen zwingen würde.

Andere lokale Initiativen haben alternative Vorschläge eingebracht. Die Bürgerinitiative Ohligs Mobilität schlägt einen "grünen Ring" mit Fahrradspuren und schmaleren Straßen vor. Derweil regt der Solinger Fahrradclub eine Mischung aus Straßenbahn und Stadtbahn an, um Ohligs mit der Innenstadt zu verbinden. Die Grünen Senioren hingegen sehen im aktuellen Verkehrsplan den besten Ausgleich zwischen Stauvermeidung und der Erhaltung barrierefreier Busverbindungen.

Viele ältere Menschen sind auf Busse angewiesen – sei es für Einkäufe, Arztbesuche oder soziale Kontakte. Die Gruppe weist darauf hin, dass lange Fußwege für viele nicht machbar sind, besonders nach dem Tragen schwerer Einkäufe oder bei eingeschränkter Mobilität. Finanzielle Engpässe erschweren es einigen zudem, auf private Verkehrsmittel auszuweichen. Für sie ist die Offnung der Lennestraße für Busse eine Frage der Lebensqualität.

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Kritiker:innen werfen den Grünen Senioren vor, Fortschritt zu blockieren. Die Gruppe weist diese Vorwürfe zurück und betont, ihr Anliegen sei der Schutz benachteiligter Bevölkerungsgruppen. Sie stellen die City-Ring-Debatte als gesellschaftliche Frage dar – nicht nur als Verkehrsproblem –, die alle Altersgruppen berücksichtigen müsse, bevor endgültige Entscheidungen fallen.

Der Verkehrsplan zielt darauf ab, den Busverkehr auf der Lennestraße zu reduzieren, ohne die Anbindung an das Ohligser Stadtzentrum zu kappen. Die Grünen Senioren unterstützen diesen Ansatz, da er sowohl ökologische Ziele als auch die Bedürfnisse älterer Bürger:innen berücksichtige. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, ob die bisherigen Busrouten bestehen bleiben oder ob alternative Lösungen Vorrang erhalten.

Quelle