24 December 2025, 21:01

Oberbürgermeister erklärt achtjährigem Jungen die Regeln der Demokratie

Schüler in Uniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, mit einem Mädchen, das in ein Mikrofon auf einem Ständer spricht; hinter ihnen ist eine Zaunwand mit einem Dach, das mit Luftballons geschmückt ist.

Oberbürgermeister erklärt achtjährigem Jungen die Regeln der Demokratie

Essen Oberbürgermeister Thomas Kufen traf kürzlich einen achtjährigen Jungen, um über Demokratie und Wahlen zu sprechen. Der Austausch begann, als Nasserdin wissen wollte, warum er bei der letzten Kommunalwahl keine Nachrichten darüber erhalten hatte. Kufen nutzte die Gelegenheit, um zu erklären, wie demokratische Prozesse funktionieren und warum das Alter bei der Wahlberechtigung eine Rolle spielt.

Während des Gesprächs schilderte Kufen seinen eigenen Weg in die Politik. 1994 startete er als Stadtrat in Mülheim an der Ruhr, bevor er von 2009 bis 2015 zum Bürgermeister derselben Stadt gewählt wurde. Seit 2015 bekleidet er nun das Amt des Oberbürgermeisters von Essen. Dabei betonte er, dass Politik nicht nur Sache der Führungskräfte sei – sondern eine Möglichkeit für alle, die eigene Stadt gemeinsam mitzugestalten.

Kufen erläuterte, wie Wahlen ablaufen und wer daran teilnehmen darf. Er erklärte, dass Altersgrenzen existieren, weil Wählen eine Verantwortung ist, die ein Verständnis dafür voraussetzt, wie Entscheidungen die Gemeinschaft beeinflussen. Thematisiert wurde auch, wie Bürger – selbst junge – ihre Stimme in lokalen Angelegenheiten erheben können. Nasserdins Frage, warum er bei der letzten Wahl keine Nachrichten darüber erhalten hatte, mündete in eine breitere Diskussion über bürgerschaftliches Engagement. Kufen ermutigte den Jungen, neugierig zu bleiben und sich auf anderen Wegen einzubringen, etwa durch Gemeinschaftsprojekte oder Schulinitiativen.

Das Treffen zeigte, wie lokale Verantwortungsträger mit jüngeren Einwohnern ins Gespräch kommen können, um Demokratie verständlich zu vermitteln. Kufens Besuch machte deutlich: Politische Teilhabe beginnt mit dem Verständnis des Systems – auch für diejenigen, die noch nicht wahlberechtigt sind. Am Ende hatte Nasserdin ein besseres Bild davon, wie seine Stadt funktioniert und wie er selbst später einmal mitwirken könnte.