NRW verschiebt Durchsetzung des Holzofen-Verbots – trotz Feinstaubalarm in Köln
Admin UserNRW verschiebt Durchsetzung des Holzofen-Verbots – trotz Feinstaubalarm in Köln
Trotz des Verbots hochschadstoffausstoßender Holzöfen seit 2010 wurde die Umsetzung bisher aufgeschoben. In diesem Winter können Bewohner in Nordrhein-Westfalen (NRW) weiterhin nicht konforme Öfen ohne Konsequenzen nutzen. Das Umweltbundesamt warnt jedoch, dass die Feinstaubbelastung durch Wohnraumheizungen – einschließlich Holzöfen – deutlich höher ist als durch den Straßenverkehr.
NRW-Umweltminister Oliver Krischer hat neue Regelungen ab Januar 2026 angekündigt. Kritiker halten dies jedoch für zu spät, um in diesem Winter noch Wirkung zu zeigen. Unterdessen setzt sich die Bürgerinitiative Luft Köln für eine Verringerung der Feinstaubbelastung in Köln ein. Moderne Öfen stoßen zwar weniger Feinstaub aus als sehr alte Modelle, doch die Belastung in Innenräumen bleibt ein Problem. Der Kölner Aktivist Thomas Mücher hält aus diesem Grund zwischen September und Mai die Fenster geschlossen – wegen der Schadstoffe aus Holzöfen.
Andere Bundesländer wie Rheinland-Pfalz setzen die gesetzlichen Vorgaben bereits seit Jahren durch. Seit diesem Jahr sind Holzöfen, die bestimmte Emissionsgrenzen überschreiten, offiziell in ganz Deutschland verboten. Dennoch warnt Johannes Osing vom Städtetag NRW vor der zusätzlichen Belastung der Kommunen durch vermehrte Meldungen nicht konformer Öfen.
Obwohl das Verbot für hochschadstoffausstoßende Holzöfen bereits seit 2010 besteht, wurde die Durchsetzung verschleppt. NRW-Bürger können in diesem Winter noch nicht konforme Öfen nutzen, doch ab Januar 2026 sollen strengere Regeln greifen. Gleichzeitig kämpfen Initiativen wie Luft Köln für saubere Luft, während andere Bundesländer die Kontrollen bereits umsetzen.